Überwachung am Arbeitsplatz verhindern

déi Lénk schliessen sich dem Aufruf des OGBL zum Protest gegen die Reform des Gesetzes zur Überwachung am Arbeitsplatz an. Wir fordern die anderen im Parlament vertretenen Parteien zu einer Überarbeitung des vorliegenden Textes, so wie zur Ergreifung alternativer Maßnahmen zum Schutz der ArbeitnehmerInnen auf.

Mit dem Gesetzesprojekt 7049 soll frühzeitig eine EU-Direktive umgesetzt werden, deren eigentliches Ziel der bessere Schutz von ArbeitnehmerInnen vor Überwachung am Arbeitsplatz ist. Es scheint jedoch, als solle diese Gelegenheit genutzt werden um die eher strengen Bestimmungen in Luxemburg aufweichen zu können. Zukünftig soll die Einführung von Überwachungsmaßnahmen am Arbeitsplatz, etwa die Installation einer Video-Kamera, keine Genehmigung der nationalen Datenschutzkommission (CNPD) mehr erfordern. Die CNPD verspricht sich dadurch mehrere MitarbeiterInnen zur Kontrolle in den Betrieben, anstatt zur Überprüfung der Anfragen, einsetzen zu können. Nur so könne eine (den Angaben der CNPD nach bisher unbezifferte aber massive) Missachtung der Gesetze eingedämmt werden.

déi Lénk stellen fest, dass es offensichtlich einen Bedarf gibt, der CNPD mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen damit sie ihren Auftrag erfüllen und zum Schutz der ArbeitnehmerInnen verstärkt Kontrollen durchführen kann. Es wäre aber fatal, diese Ressourcen durch eine Abschaffung der Genehmigungsprozeduren zu gewinnen. Dies kommt einer Aufforderung an ArbeitgeberInnen gleich, Überwachungsmaßnahmen beliebig zu installieren und sich erst im Falle einer Kontrolle Gedanken über deren Rechtmäßigkeit zu machen.

déi Lénk sehen zwei verschiedene Lösungsansätze. Erstens gilt es, der CNPD die entsprechenden Mittel zur Verfügung zu stellen damit sie ihrem Auftrag gerecht werden kann und die Privatsphäre der ArbeitnehmerInnen schützt. Zweitens stellt sich die Frage, ob nicht durch einen noch restriktiveren gesetzlichen Rahmen (etwa das konsequentere Verbot verschiedener Überwachungsmaßnahmen) der Schutz der ArbeitnehmerInnen erhöht, Überwachungspläne von ArbeitgeberInnen eingedämmt und somit auch die entsprechende Zahl der Anfragen reduziert oder leichter bearbeitet werden kann.

NaKo beschließt Rahmenwahlprogramm

In ihrer erweiterten Sitzung vom 16. Mai verabschiedete die Nationale Koordination von déi Lénk das Rahmenwahlprogramm für die Gemeindewahlen am 8. Oktober 2017, welches als Grundlage für die lokalen Programme dienen soll.

–> Rahmenwahlprogramm herunterladen (PDF)

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Dans sa réunion élargie du 16 mai, la Coordination Nationale a adopté le programme-cadre relatif aux élections communales du 8 octobre 2017, qui servira de base pour l’élaboration des programmes locaux.

–> Télécharger le programme-cadre (PDF)

Ein blaues Herz für soziale Kälte?

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Überrascht nahmen déi Lénk zur Kenntnis, dass die DP mit dem Slogan « Mat Häerz a Séil » in den Kommunalwahlkampf ziehen wird. Dabei bediente sich die DP offensichtlich der Symbolik, die déi Lénk bereits vor zwei Monaten auf ihrem Kongress präsentierte. Gehen der DP die Ideen aus?

Mit der Verwendung der Herz-Symbolik stellen déi Lénk ihre Kernkompetenz (Sozialpolitik) in den Mittelpunkt. Die DP hingegen scheint mit einem Herz wohl eher von der eigenen Kernkompetenz (Klientelpolitik für Besserverdienende) ablenken zu wollen.

Wir fordern von der DP jetzt konsequent zu sein und neben der Symbolik auch das Wahlprogramm von déi Lénk zu übernehmen:
– Im Wohnungsbau setzt die DP auch weiterhin auf den freien Markt und ignoriert den Wohnungsnotstand. Kein Herz und keinen Plan hat die DP für Wohnungssuchende und für Mieterinnen und Mieter – dafür aber offensichtlich ein grosses Herz für Immobilienbüros. Hier würden einige Forderungen von déi Lénk helfen: Besteuerung von Leerstand, Mehr Rechte für Mieterinnen und Mieter sowie massiver, öffentlicher Wohnungsbau.
– Anstatt sich selbst als « Herz und Seele » des Landes zu inszenieren um weiterhin Politik von oben herab zu betreiben gilt es den Menschen mehr Möglichkeiten zur Mitbestimmung zu geben. Herz und Seele der Gemeinden sind ihre Einwohnerinnen und Einwohner, diese gilt es stark zu machen. Nötig sind mehr Kompetenzen für die Gemeindekommissionen, direkte BürgerInnenbeteiligung und ein partizipatives Gemeindebudget.
– Die Gemeinden versuchen, die durch das Wachstum entstehenden Verwerfungen, Ungleichheiten und Probleme auszugleichen. Landesplanung und Mobilität müssen in erster Linie sozial und nachhaltig sein. Gerade um die « Seele » der Stadtviertel zu schützen muss es eine Abkehr von den DP-Konzepten geben, die zur Vetreibung von ganzen sozialen Schichten und dem Aussterben bzw. der Nicht-Gründung von kleineren Betrieben und Geschäften führt.

Das Herz ist rot und schlägt links – das sollte der DP bewusst sein. Die Wählerinnen und Wähler werden sich von einer Partei, die schlussendlich für soziale Kälte steht, nicht blenden lassen.

Nei Nisch: d’Privatiséierung vum Weltraum

Mam Space Mining setzt d’Regierung net op Innovatioun, mä bleift an der Kontinuitéit: Se schaaft eng Nisch fir Superräicher op d’Käschte vum Rescht vun der Mënschheet.

déi Lénk veruerteelen dëse Projet schaarf: D’Philosophie vum Wuesstëm ouni Grenzen, d’Privatiséierung vu Ressourcen, déi der ganzer Mënschheet gehéieren, de Fokus op Kommerzialiséierung amplaz op Fuerschung, de rechtleche Kader mat deem d’UNO (an domat besonnesch d’Länner vum Globale Süden) ëmgaange soll ginn an d’Deals mat Multimilliardären a Venture-KapitalistInnen.

Kompletten Pressedossier eroflueden (PDF)

déi Lénk hunn op eng Pressekonferenz zum Thema Space Mining gelueden wou den Deputéierten Marc Baum an den Spriecher Gary Diderech sech kritesch mam Projet vun der Regierung ausernaaner gesat hunn. Kuckt hei déi ganz Pressekonferenz.

[VIDEO] Gregor Gysi zur Lage der EU

Gregor Gysi, Präsident der Europäischen Linkspartei, besuchte den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg und stattete auch déi Lénk einen Besuch ab. Auf einer Pressekonferenz ging er auf die zukünftigen Herausforderungen für Europa ein und legte seinen Standpunkt zur EU dar.

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