FNCTTFEL – De Landesverband [FRAGE]

Antworten von déi Lénk auf die Wahlprüfsteine des FNCTTFEL-Landesverbandes: www.landesverband.lu

In der letzten Legislaturperiode haben sich unsere 2 Abgeordnete André Hoffmann und Serge Urbany im Parlament stets – oftmals allein – für die Forderungen der Gewerkschaften und Schaffenden eingesetzt, genauso wie unsere Mitglieder dies auch außerhalb des Parlamentes, in den Gewerkschaften und den sozialen Bewegungen, getan haben. An diesem konsequenten Einsatz wird sich auch in Zukunft nichts ändern! Es ist demnach wichtig für die Belange der Schaffenden, der Rentner und Gewerkschaften, dass dei Lénk, die deren Forderungen im Parlament konsequent vertritt, gestärkt aus diesen Wahlen hervorgeht.

Hier die einzelnen Antworten zu Euren Fragen:

1. Wird ihre Partei sich dafür einsetzen, damit die nationale Eisenbahngesellschaft als integrierter öffentlich-rechtlicher Betrieb erhalten bleibt? Wird sie von jedweder weiteren Filialisierung Abstand nehmen?
Die nationale Eisenbahngesellschaft SNCFL muss ein öffentlich-rechtlicher Betrieb bleiben. déi Lénk widersetzen uns jeder Privatisierung und weiteren Zerstückelung oder Filialisierung der CFL. Die schlechten Erfahrungen aus dem Ausland zeigen, dass die Liberalisierung eine Sackgasse ist, die einem qualitativ hochwertigen öffentlichen Transport schadet. Die CFLcargo sollte ebenfalls wieder in die Muttergesellschaft zurückgeführt werden.

2. Wird ihre Partei dafür sorgen, damit die Betreuung der Fahrgäste in den Bahnhöfen und Zügen durch genügend gut ausgebildetes Personal gewährleistet wird?
Ein guter Dienst am Kunden setzt genügend Personal voraus. Auch die Sicherheit kann nur durch präsentes Personal gewährleistet werden. Geisterbahnhöfe schaden dem öffentlichen Transport; dies lehnen déi Lénk ab. Videoüberwachung ist kein Ersatz für genügend Personal vor Ort.

3. Wird ihre Partei das Einrichten einer Mobilitätszentrale und die Schaffung eines Verkehrsverbundes in der Großregion vorantreiben? Wird ihre Partei eine attraktive Tarifstruktur im grenzüberschreitenden Verkehr realisieren?
Gerade auch im Transportbereich ist regionales Denken und regionale Zusammenarbeit eines unserer wichtigen Bestrebungen. Ohne das Zutun der zahlreichen Grenzgänger würde unsere Wirtschaft nicht funktionieren. Ein über die Grenzen hinaus gut funktionierender öffentlicher Transport ist dringend notwendig um die Menschen umweltschonend zu transportieren. Dabei ist es dringend einen Verkehrsverbund im grenzüberschreitenden Verkehr, dazu eine Mobilitätszentrale der Großregion, sowie eine attraktive Tarifstruktur zu realisieren.

4. Wird ihre Partei den öffentlichen Transport attraktiv und sicher gestalten und zu dem Zweck, von den einzelnen Verkehrsträgern Präventionspläne gegen Aggressionen verlangen
Eine absolute Sicherheit gibt es bekanntlich nicht. Deshalb muss alles Mögliche gemacht werden, um Aggressionen zu verhindern. Solche entstehend unter andrem auch durch soziale Unterschiede, durch Präkarität, Armut und Suchtprobleme; deshalb ist eine wirksame Sozialpolitik ein wichtiger Bestandteil zur Prävention von Aggressionen im öffentlichen Transport und im öffentlichen Raum. déi Lénk meinen, dass menschliche Präsenz durch genügend Personal in Bus und Zügen noch am meisten zur Sicherheit beiträgt und Aggressionen vorbeugt. Nebst eine wirksamen Sozialpolitik und Auffangstrukturen für Minderbemittelte und Suchtkranke, sollen mehr Zugbegleiter, Kontrolleure und Sicherheitsmannschaften, sowie eine wirksame Zusammenarbeit mit der öffentlichen Macht (Police, Douane) den öffentlichen Transport attraktiver und sicherer gestalten.

5. Wird ihre Partei den Bau einer neuen Eisenbahnlinie Luxemburg-Bettemburg, die Eisenbahnbindung Luxemburg/Hauptbahnhof-Kirchberg sowie den zweigleisigen Ausbau der Nordstrecke (an erster Stelle die Streckenabschnitte Clerf-Ulflingen und Ettelbruck-Goebbelsmühle) als prioritär einstufen? Wird sie die Eisenbahnstrecke Ettelbrück-Diekirch erhalten und attraktiver gestalten?
Während Jahrzehnten wurde nicht genügend in die Eisenbahninfrastruktur investiert; das Straßennetz hingegen wurde systematisch ausgebaut, mit dem Resultat von immer größeren Staus. Es wird höchste Zeit die Prioritäten anders zu gestalten und den öffentlichen Transport sowie das Eisenbahnnetz systematisch und konsequent auszubauen, sie wie der Landesverband dies vorschlägt.

6. Wird ihre Partei auf eine Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Eisenbahn hinwirken? Wird sie in diesem Zusammenhang die Sozialbedingungen im Transportsektor im Sinne des sozialen Fortschritts harmonisieren?
Zurzeit besteht ein unlauterer Wettbewerb zwischen Schiene und Straße: es besteht überhaupt keine „Kostenwahrheit“ über den wirklichen Kostenpunkt der Straße; die Arbeitsbedingungen und Löhne im Straßenverkehr sind Dumpingpreise und die Umweltschäden werden überhaupt nicht angerechnet. déi Lénk wollen die „Kostenwahrheit“ des Straßentransportes wiederherstellen, uns für ordentliche Sozialbedingungen im Transportsektor einsetzen und den Gütertransport auf die Schiene verlagern.

7. Wird ihre Partei die Busbetriebe von AVL und TICE als öffentlich-rechtliche Betriebe absichern und keinerlei Privatisierung von Strecken und Teilbereichen des Betriebs vornehmen?
Unsere Fraktion im Europaparlament (GUE-Linke Liste) hat zusammen mit den Gewerkschaften, der ETF und der EGÖD, entscheidend dazu beigetragen, dass eine weitgehende Liberalisierung im öffentlichen Personentransport verhindert werden konnte. Die obligatorische Ausschreibung aller Transportleistungen, so wie die EU-Kommission sie durchsetzen wollten, hätte nämlich das Ende von AVL, TICE und auch CFL-Busbetrieb bedeutet. Diesen Kampf werden wir fortsetzen, in Luxemburg und in Europa, und uns weiterhin für den Erhalt von AVL, TICE und CFL als öffentlich-rechtliche Betriebe einsetzen. Auch der ganze RGTR muss letztendlich öffentlich-rechtlich geführt werden um eine kohärente Transportpolitik zu gewährleisten.

8. Wird ihre Partei kurzfristig die geplante Straßenbahn als öffentlichen-rechtlichen Betrieb (Bau und Betreibung) in der Stadt Luxemburg realisieren? Wird sie jedwede Privatisierung der Straßenbahn verhindern?
Der Ausbau des öffentlichen Personentransportes auch auf dem Gebiet der Stadt Luxemburg ist eine absolute Notwendigkeit. Dabei sollen Zug, Bus und Tram komplementar funktionieren. déi Lénk setzen uns ein für die schnellst mögliche Realisierung eines Trams in öffentlicher Hand. Die von der CSV-LSAP-Regierung und dem DP-Grünen-Schöffenrat vorgesehene Ausschreibung – lies Privatisierung – lehnen déi Lénk strikt ab. Auch verlangen wir den Ausbau des Trams in die Randgebiete der Stadt sowie die schnellstmögliche Realisierung der Peripheriebahnhöfe. Der gesamte Personentransport muss öffentlich-rechtlich sein und ineinandergreifend funktionnieren.

9. Wird ihre Partei jedwede Privatisierung von öffentlichen Verwaltungen und Betrieben strikt ablehnen? Wird sie die öffentlichen Verwaltungen und Betriebe als Standbein unserer Wirtschaft, welches dem Allgemeinwohl verpflichtet ist, stärken und ausbauen? Wird sie weiter dafür sorgen, dass beim Staat, den Gemeinden und den öffentlichen Betrieben Funktionäre in genügender Zahl eingestellt werden, um einen optimalen öffentlichen Dienst zu ermöglichen?
Öffentliche Dienstleistungen gehören in öffentliche Hand, sowohl um eine hohe Qualität als auch um korrekte Arbeitsbedingungen und Gehälter zu gewährleisten. Die Privatisierung, die darauf hinausläuft mit öffentlichen Dienstleistungen Gewinne zu erzielen, erfolgt entweder auf Kosten der Qualität, oder der Arbeits- und Lohbedingungen, oder wird so teuer, dass sie nicht mehr für alle Bürger/innen zugänglich ist. Deshalb lehnen déi Lénk jegliche Privatisierung von öffentlichen Diensten, Verwaltungen und Betrieben ab. Der Ausbau der öffentlichen Dienste – in öffentlicher Hand, d.h. durch Staat und Gemeinden – in zahlreichen Bereichen (Schule, Kinderbetreuung, Altenpflege, Wohnungsbau, usw. …) ist unabdingbar, um allen Bürgern ihre Grundrechte auf Versorgung abzusichern. Dazu bedarf es natürlich genügen Personal, das unter ordentlichen Bedingungen und mit einem korrekten Lohn eine qualitativ hochwertige Arbeit für die Bürger/innen verrichten kann. Um die Unabhängigkeit und die Neutralität des Personals abzusichern, soll das Statut des Funktionärs bei Staat, Gemeinden und öffentlichen Betrieben die Regel sein.

10. Wird ihre Partei für demokratische Lohnverhandlungen mit allen Gewerkschaften im öffentlichen Sektor im Rahmen einer großen Tarifkommission sein?
déi Lénk setzen uns dafür ein, dass die Lohnverhandlungen im öffentlichen Sektor demokratisch geführt werden, das heißt dass die Verhandlungen mit einer großen Tarifkommission im öffentlichen Dienst geführt werden, an der alle im öffentlichen Sektor repräsentativen Gewerkschaften teilnehmen, ebenso wie die „Patronats“vertreter der Gemeinden, CFL und assimilierten Sektoren. Mit einer solchen großen Tarifkommission soll das Gesamtvolumen und die gemeinsame Ausrichtung des Gehälterabkommens ausgehandelt werden, während die Einzelheiten mit den jeweiligen Gewerkschaften in den einzelnen Bereichen getrennt verhandelt werden sollen ( mit der CGFP beim Staat, FGFC und Landesverband bei den Gemeinden, Landesverband und Syprolux bei den CFL, …).

11. Wird ihre Partei das im öffentlichen Sektor ausgehandelte Gehälterabkommen umsetzen? Wird ihre Partei die auf dem Instanzenweg befindliche Statuten- und Gehälterreform, mit allen Gewerkschaften des öffentlichen Sektors neu verhandeln, um die darin befindlichen Ungereimtheiten und sozialen Ungerechtigkeiten auszumerzen?
Die von Regierungsseite vorgeschobenen Argumente zur Verschiebung des Abkommens von Juli 2011 auf Juli 2014 waren schon mehr als fragwürdig. Dieses Abkommen muss jetzt ohne Wenn und Aber umgesetzt werden; alles andere wäre ein falsches Signal an die Arbeitgeber, auch aus dem Privatsektor. In Bezug auf die Reform von Statut und Gehältern müssen alle positiven Verbesserungen, die vereinbart wurden (Revalorisierung verschiedener Laufbahnen, Harmonisierung der Aufstiegsmöglichkeiten, …), so schnell wie möglich im Parlament zur Abstimmung gebracht werden. Diese werden wir selbstverständlich unterstützen. Verschiedenen Verschlechterungen – wie der Kürzung der Anfangsgehälter und Entschädigung während der „Stage“-Zeit, der undifferenzierten Verlängerung der „Stage“-Zeit auf 3 Jahre, dem geplanten Bewertungssystem, den Übergangsbestimmungen bei der Revalorisierung verschiedener Laufbahnen … – werden déi Lénk nicht zustimmen.

12. Wird ihre Partei die Gemeindegesetzgebung ändern, damit die Gemeindeverwaltungen in einem liberalisierten Umfeld alle kommerziellen Aktivitäten in Eigenregie durchführen können?
In einem teils liberalisierten Umfeld (Energiewirtschaft, …) müssen die Gemeinden das Recht erhalten kommerzielle Aktivitäten im Bereich durchzuführen. Es darf nicht sein, dass alles, womit sich Geld verdienen lässt, privatisiert werden muss, während die Gemeinden die kostenaufwendigen Bereiche abdecken. Wasser, Strom und Gas gehören in den Entscheidungsbereich der Gemeinden. Jede Privatisierungsbestrebungen lehnen déi Lénk strikt ab. Die Gesetze müssen also in diesem Sinne geändert und bereits durchgeführte Privatisierungen (Auslagerung im Personentransport, Energienetze, …) wieder rückgängig gemacht werden.

13. Wird ihre Partei sich für eine weitere Etappe von Arbeitszeitverkürzung einsetzen?
Neben der Schaffung von neuen Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienstleistungsbereich (Pflege, Kinderbetreuung, Wohnungsbau, …) und im Bereich der Energieeffizient und erneuerbarer Energien, ist die Kürzung der Regelarbeitszeit das wichtigste Mittel zur Schaffung neuer Arbeitsplätze und im Kampf gegen die zunehmende Arbeitslosigkeit. Seit dei Lénk besteht, fordern wir eine Arbeitszeitverkürzung. Seit den 70-iger Jahren ist in Bezug auf die Kürzung der Arbeitszeit nichts mehr geschehen! – Im Gegenteil: es wird immer mehr flexibilisiert und gemurkst; dieser Trend muss umgekehrt werden. Zum Durchsetzen einer Arbeitszeitverkürzung, in einer ersten Phase die 35.-Stundenwoche oder 7-Stundentag, bedarf es neben unserer Initiative im Parlament aber auch der gewerkschaftlichen Mobilisierung.

14. Wird ihre Partei jedwede weitere Verschlechterung der öffentlich-rechtlichen  Pensionssysteme des privaten und des öffentlichen Sektors ablehnen und sich für die absolute Absicherung des Umlageverfahrens, welches auf der Solidarität der Generationen beruht einsetzen? Wird ihre Partei die am 1. Januar 2013 erfolgte Annullierung des Ajustement wieder zurücknehmen. Wird ihre Partei die Spezialregime (Pension mit 55 Jahren) für Lokführer, Busfahrer, Feuerwehrleute, Rangierer und andere Berufstätige mit erschwerten Arbeitsbedingungen wieder einführen?
Dei Lénk hat sich in der Abgeordnetenkammer und in vielen Stellungnahmen – oftmals allein – immer gegen Verschlechterungen des Pensionssystems stark gemacht. In eine Pressemitteilung vom 2. März 2012 haben Landesverband und déi Lénk sich gemeinsam gegen die von der CSV-LSAP-Regierung getätigte Reform der Pensionen ausgesprochen. Die erfolgte Annullierung des Ajustement war völlig fehl am Platz und déi Lénk wollen die Verlängerung des Pensionsalters um 3 Jahre, respektive die Kürzung der Pensionen, wieder rückgängig machen. Die Renten sollen regelmäßig an die Lebensteuerung (Index) und an die allgemeine Lohnentwicklung (Ajustement) angepasst werden. Die Menschen sind immer produktiver, und brauchen deshalb nicht länger zu arbeiten oder weniger Rente zu erhalten! déi Lénk setzen uns weiterhin für die Stärkung des öffentliche-Rechtlichen Pensionssystems und das Umlageverfahren ein; zudem lehnen déi Lénk die Spekulation mit Geldreserven aus der Pensionskasse ab. Vielmehr sollten diese Gelder benutzt werden unter anderem um erschwinglichen Wohnungsbau zu betreiben. Wer unter erschwerten Bedingungen arbeitet, soll früher in Rente gehen können.

15. Wird ihre Partei höhere Eigenbeteiligungen und Leistungsverschlechterungen bei der Gesundheitskasse ablehnen, um so eine Zweiklassenmedizin zu verhindern?
déi Lénk wollen die übertriebene Kostenbeteiligungen der Patienten/innen zurücknehmen und sich für die Aufnahme von anderen medizinischen und paramedizinischen Leistungen in den Katalog der Gesundheitskasse erwägen (u.a. alternative Behandlungsmethoden und ganzheitliche Medizin, paramedizinische Betreuungen und Therapien) einsetzen. Die Leistungen der Gesundheitskasse sind in mancher Hinsicht zu verbessern, so zum Beispiel bei Brillen und Zahnersatz, und die Direktzahlung durch die Gesundheitskasse („tiers payant“) zur Regel werden.

16. Wird ihre Partei die angekündigte Reform der Pflegeversicherung dazu nutzen um die Leistungen abzusichern und um bei den ausgezahlten Pflegeakten eine effiziente Qualitätskontrolle zu gewährleisten? Wird ihre Partei die Beteiligung des Staates an den Beitragsleistungen auf 45%, wie ursprünglich vorgesehen, festlegen?
Die Pflegeversicherung soll ausgebaut werden, jeder soll das Recht auf eine qualitativ hochwertige Pflege erhalten. In diesem Sinne unterstützen wir die Qualitätskontrolle, ebenso wie die Rekrutierung von genügend Personal (derzeit fehlen mindestens 600 Pfleger/innen), denn überlastete Pfleger/innen und Sparmaßnahmen schaden der notwendigen Qualität. Auch dürfen die Leistungen der Pflegeversicherung nicht durch erhöhte Eigenbeteiligung der Betroffenen infrage gestellt werden. Der geplante Beitrag auf Kapitaleinkommen muss endlich einkassiert werden.

17. Wird ihre Partei sich nach den erfolgten Indexmanipulationen, für die integrale Wiedereinführung der automatischen Indexanpassung einsetzen? Wird ihre Partei dafür sorgen, dass Familienzulagen und andere Sozialleistungen wieder indexiert werden?
Durch die Indexmanipulationen der letzten Jahre wurde allen Schaffenden und Rentnern der Lohn oder die Rente eines ganzen Monats – über mehrere Jahre verteilt – vorenthalten! déi Lénk Die waren die einzigen, die sich an der Seite der Gewerkschaften dagegen gewehrt haben. Déi Lénk sind auch die einzige Kraft im Parlament die sich bedingungslos für die Wiedereinführung der vollen und automatischen Indexanpassung auf Löhnen, Gehältern und Pensionen, aber auch auf den anderen Soziallleistungen (Kindergeld, …) einsetzt. déi Lénk wollen nicht zulassen, dass der Index weiterhin „solange die Krise andauert“ bis auf eine Tranche pro Jahr ausgesetzt wird (so wie alle anderen Parteien dies wollen). Auch der sogenannte „gedeckelte Index“ ist eine Irreführung der Bevölkerung.

18. Wird ihre Partei für gesunde Staatsfinanzen sorgen indem sie die Einnahmeseite stärkt durch eine sozialgerechte Steuerreform, welche die unteren und mittleren Einkommen entlastet und die hohen Einkommen und Vermögen stärker belastet. Wird sie dem  Zusammenhang auf eine Erhöhung der Mehrwertsteuer verzichten? Wird ihre Partei dafür eintreten damit sich Luxemburg an der geplanten Finanztransaktionssteuer beteiligt?
Die Staatsfinanzen werden immer mehr durch die Lohnabhängigen und die Haushalte getragen; die Betriebe zahlen immer weniger, 80% der Betriebe zahlen überhaupt keine Steuern, selbst wenn sie Gewinne machen! Statt dass die Haushalte 2/3 und die Betriebe nur 1/3 der Steuereinkommen gewährleisten, muss dieses Verhältnis wieder umgekehrt werden. Und die Steuertabellen müssen in dem Sinn überarbeitet werden, dass die mittleren Einkommen, ebenso wie Verwitwete, entlastet und die wirklich hohen Einkommen und die großen Vermögen stärker belastet werden. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer lehnen déi Lénk strikt ab.

19. Wird Ihre Partei sich dafür einsetzen, damit die europäische Liberalisierungspolitik einer seriösen Evaluierung unterzogen und korrigiert wird? Wird sie in diesem Zusammenhang dafür eintreten, dass das 4. Eisenbahnpaket welches die Liberalisierung fortschreiben will, definitiv aufgeben wird?
Die europa- und weltweite Liberalisierung ist eine Sackgasse. Liberalisierung bedeutet das Gegenteil von Solidarität, sozialer Absicherung und Fortschritt. Wer sich – wie déi Lénk – für soziales und solidarisches Europa einsetzt, muss sich der europäischen Liberalisierungspolitik wiedersetzen. Wir bedauern, dass die Sozialisten und Sozialdemokraten sowohl in Europa als auch in den einzelnen Ländern halfen, der Liberalisierung Tür und Tor zu öffnen. Zusammen mit den Gewerkschaften und unserer Fraktionen im Europaparlament werden wir alles dran setzen, die Liberalisierungswelle zu stoppen und für ein soziales und solidarisches Europa im Interesse der Menschen kämpfen. Dazu gehört auch unser Kampf gegen die im 4. Eisenbahnpaket geplanten weiteren Liberalisierungsmaßnahmen (darunter wiederum die geplante Ausschreibungspflicht für alle öffentlichen Dienstleistungen auf Straße und Schiene, die geplante organisatorische Trennung von Eisenbahnbetrieb und Eisenbahninfrastruktur, … – alles weitere Schritte zu einem total liberalisierten Eisenbahnmarkt).

20. Wird ihre Partei sich für eine stärkere Kontrolle und Regulierung der Finanzmärkte einsetzen?
Ja, im hiesigen Parlament, ebenso wie im Europaparlament, haben wir uns immer wieder für die Kontrolle und Regulierung der Finanzmärkte ausgesprochen und uns auch außerhalb des Parlamentes zusammen mit anderen fortschrittlichen Vereinigungen dafür eingesetzt. Die Spekulation und die unbegrenzte Gier der Kapitalbesitzer war eine der Ursachen der Krise, für die wiederum die Menschen bezahlen mussten, die sie am wenigsten verschuldet haben, während die wirklichen Urheber, die Spekulanten verschont blieben. Deshalb ist es dringend die Finanzmärkte europa- und weltweit zu kontrollieren und anders zu regulieren. Auch soll Luxemburg sich den EU-Staaten anschließen, die eine europäische Finanztransaktionssteuer einführen wollen, um so die spekulativen Aktivitäten zu bekämpfen und den finanziellen Sektor zu den Kosten der Krise beitragen zu lassen, die er verursacht hat.

Syprolux [FRAGE]

Antworten von déi Lénk auf Fragen von Syprolux: syprolux.lu/

Nous accusons bonne réception de votre lettre « 11 voies pour le futur » et nous vous remercions pour vos remarques et suggestions faites dans celle-ci. Notre député Serge Urbany, et avant lui André Hoffmann, est actuellement, à part quelques rares exceptions, le seul député à porter et à
défendre des revendications syndicales au sein de la chambre des députés. Nous avons lu avec beaucoup d’intérêt vos 11 réflexions et tenons à les commenter brièvement point par point.

1) Marché de l’emploi
Nous sommes complètement d’accord avec vous sur le rôle qu’ont à jouer la Fonction Publique et les CFL au niveau d’une politique de recrutement continue et durable. Des services publics performants sont un garant pour le bon fonctionnement d’une société. Le rôle écologique des transports publics n’est plus à démontrer, les CFL en sont un des moteurs les plus efficaces.

2) Les jeunes ont besoin d’un travail
Nous nous rallions à votre idée d’extension du centre de formation des CFL pour former de nouveaux apprentis.

3) Dialogue et individu
Dans notre programme électoral, nous insistons que les droits des salariées et des délégués syndicaux soient constamment développés, ceci pour garantir un dialogue social au plus haut niveau et d’éliminer, pour les salariés, tous les risques liés à la santé.

4) Protection pour client et salarié
Le chômage, surtout des jeunes, les emplois précaires, les bas salaires etc, sont quelques causes d’une société toujours plus violente. Nous voulons combattre cette violence, non par des mesures de pression et de restrictions, mais surtout en nous engageant e.a. pour une meilleure formation scolaire, la création d’emplois, la diminution des prix des loyers et un meilleur encadrement des jeunes. La protection des clients et salariés des transports publics est surtout à réaliser par un plus grand nombre de salariés sur place à toutes heures.

5) Investissement, expansion et maintenance
Des infrastructures aux mains de l’Etat et sous gérance CFL sont primordiales pour un bon fonctionnement des chemins de fer. De mauvaises expériences, dans d’autres pays, ont démontré que toute privatisation des travaux d’infrastructures représente un grand risque. Nous soutenons vos revendications à développer les CFL en gardant ouvertes toutes les lignes actuelles et à en créer de nouvelles.

6) Les liaisons outre-frontière
Par respect envers tous les frontaliers, la politique de transport outre-frontière doit être améliorée et les prix des abonnements doivent baisser.

7) Pour une mobilité efficace, durable et intermodale
Complètement d’ accord.

8) Une offre claire et transparente
Nous nous rallions à l’idée d’améliorer le fonctionnement de la centrale de mobilité, sous le patronage des CFL et en utilisant le savoir-faire et la longue expérience de celle-ci.

9) Des chemins courts aussi au niveau des procédures
La politique de transport de la part de la communauté européenne est surtout une politique de lobbysme pour les entreprises privées. Toutes les mesures prises depuis plusieurs années vont toutes dans la même direction : le démantèlement et la privatisation des transports publics. La logique de compétitivité doit être remplacée par une logique d’unification et de collaboration entre les différents réseaux de transport public européens.

10)Le futur appartient à la logistique
Au lieu de rapprocher les deux filiales CFLcargo et CFLMultimodales, nous plaidons que ces 2 filiales soient pleinement intégrées au sein de la société mère CFL. Le futur appartient à la logistique sous emprise publique.

11) Le statut du personnel est garant de la paix social
Nous nous rallions à vos idées.

Jugendarbeitslosigkeit

Interview mit Mirka Costanzi.

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt rasant. Gleichzeitig werfen manche der Jugend vor nicht arbeiten zu wollen. Trifft dieses Argument zu?

Dieses Argument ist abwegig. Zuerst muss man daran erinnern, dass man mindestens 25 Jahre alt sein muss um das garantierte Mindesteinkommen (RMG) zu bekommen. Das erklärt übrigens warum so viele junge Menschen mittellos sind. So wie alle Leute möchte auch die Jugend eine Zukunftsperspektive haben. Nach den Eurostat-Zahlen lag die Arbeitslosenrate der unter 25jährigen in Luxemburg Ende Juni 2013 bei 19,7 %. Was heißt das konkret? Dass sie noch immer bei den Eltern wohnen müssen, dass sie weniger Intimleben haben, dass sie keine Pläne für die Zukunft machen können. Ich kenne sehr wenige junge Menschen, die mit dieser Situation zufrieden sind. Es ist zu einfach der Jugend die Schuld zu geben und zu sagen, sie müsste ihre „Mentalität“ ändern.

Aber es gibt doch viele freie Arbeitsplätze?

Die Arbeitsplätze, die man den jungen Menschen anbietet, sind sehr oft unterbezahlt und unsicher. Das heißt, dass Jugendliche mit oder ohne Ausbildung immer öfter befristete Arbeitsverträge annehmen müssen. Dies ist vielleicht besser als nichts. Aber auf diese Weise wird es unmöglich, längerfristige Pläne für sein Leben zu machen. Es ist auch eine Gesellschaftsfrage: Muss man in dauernder Angst um die Zukunft leben? Muss man immer in Konkurrenz mit allen anderen stehen? Wir wollen eine Gesellschaft der Solidarität anstatt der Konkurrenz.

Aber die Regierung hat doch Initiativen zugunsten der Beschäftigung von jungen Menschen ergriffen?

Diese berüchtigten CAE- und CIEVerträge für junge Arbeitsuchende? Diese Verträge, die zum größten Teil von den Steuerzahlern finanziert werden, machen nicht nur aus den jungen Menschen billige Arbeitskräfte für die Unternehmer. Sie haben auch noch den perversen Effekt, die Löhne der jungen Beschäftigten nach unten anzugleichen. Anstatt eine wirkliche
Wirtschafts- und Industriepolitik zu führen, erfindet Luxemburg, wie die anderen Länder in Europa, immer neue Tricks, um die Löhne zu senken.

Was muss man denn tun?

Man muss vor allem eine andere Wirtschaftspolitik machen. Zum Beispiel muss man etwas gegen missbräuchliche Kündigungen unternehmen. déi Lénk haben einen Gesetzvorschlag eingebracht, der profitable Unternehmen daran hindern soll Arbeitsplätze abzubauen. Der Staat muss auch in die Wirtschaft eingreifen, um nachhaltige wirtschaftliche und industrielle Projekte zu unterstützen. Die Bevölkerung unseres Landes wächst von Jahr zu Jahr. Es sind viele Dienste für die Bürger zu leisten. Und damit Arbeitsplätze zu schaffen. Für alle, aber auch gerade für die Jugend.

Die Arbeitszeit verkürzen.

Die Regierungen der Europäischen Union haben sich offiziell als Ziel gesetzt, die Jugendarbeitslosigkeit zu bekämpfen. Was sich hinter diesem Vorhaben verbirgt, sehen wir in Luxemburg.

Das sehr umstrittene Gesetz Nr. 5611, das zu einer massiven Protestbewegung der Jugendlichen geführt hat, hat nichts an der Jugendarbeitslosigkeit geändert, die seitdem noch weiter gestiegen ist. Aber es ist leichter für das Patronat geworden, Jugendliche mit aufeinanderfolgenden befristeten Verträgen abzuspeisen, sie unter Tarif zu bezahlen und Sozialbeiträge und Löhne einzusparen, die von der Allgemeinheit bezahlt werden. Auf der anderen Seite wird durch die Rentenreform die Lebensarbeitszeit de facto erhöht, da die Renten bei weniger Beitragsjahren gekürzt werden. Das heißt, ältere Arbeitnehmer sollen länger arbeiten.
Wir wissen aber, dass es ab 50 fast unmöglich ist, überhaupt noch einen Job zu bekommen, wenn man arbeitslos ist. Das Patronat stellt lieber junge Menschen quasi zum Nulltarif ein und die älteren, die zu viel kosten werden, in die Arbeitslosigkeit „entsorgt“. Das ist leider die Realität. Ende Juli waren 21.600 Menschen in Luxemburg als Arbeitsuchende bei der ADEM gemeldet, wovon 4.600 in einer Beschäftigungsmaßnahme registriert waren. Dies entspricht nach den Kriterien des Internationalen Arbeitsamtes einer Arbeitslosenrate von 8,6 % – gegenüber 7,9 % im Juli 2012. Die verschiedenen Gesetze zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit haben also nichts gebracht. Die Politik der Regierung hat kläglich versagt. Die verantwortlichen Minister Schmit und seine Vorgänger haben auf den guten Willen des Patronats gesetzt und manchmal den Zeigefinger gehoben, wenn ihre frommen Aufrufe nichts fruchteten. Auch das hat natürlich nichts genutzt.
Im Gegenteil, sogar wenn die Profite stimmen wie zum Beispiel bei Villeroy&Boch wird der Betrieb zugemacht, damit die Manager und Aktionäre anderswo noch mehr Geld einsäckeln können.
Wir wollen :
• Die Arbeitszeit drastisch kürzen, damit die Arbeit auf alle verteilt werden kann. Zeit muss auch für Freizeit und Familie bleiben, ohne Stress und Murks, für Männer und Frauen.
• Entlassungen in Betrieben, die Profit machen, verhindern. Unternehmer müssen soziale Verantwortung übernehmen, und notfalls per Gesetz dazu angehalten werden.
• Alle gesetzlichen Maßnahmen, die prekäre Arbeitsverhältnisse fördern und die Lebensarbeitszeit verlängern, abschaffen. Jugendliche finden keinen festen Arbeitsplatz weil ihre Eltern ein paar Jahre länger arbeiten müssen. Das ist unannehmbar.
• In sinnvolle Arbeitsplätze investieren, zum Beispiel im Wohnungsbau oder im sozialen und ökologischen Bereich.

CGFP – Wirtschaft und Arbeitsmarkt

Wahlprüfsteine der CGFP– Antworten déi Lénk

5. Wirtschaft und Arbeitsmarkt

a) Wie steht Ihre Partei zu dem langjährigen Vorschlag der Staatsbeamtenkammer, die Beteiligungen des Luxemburger Staates (z.B. ArcelorMittal, SES, Luxair, usw.) in einem sogenannten “souveränen Fonds” zusammenzulegen, um die Eingriffe der öffentlichen Hand in die Unternehmenswelt bei Bedarf zu erleichtern? Ist Ihre Partei des Weiteren bereit, sowohl den Luxemburger Bürgern als auch institutionellen Anlegern des In- und Auslandes ein eigenes Beteiligungsinstrument zur Verfügung zu stellen, um in die Luxemburger Wirtschaft investieren zu können?

Wir befürworten in unserem Wahlprogramm einen öffentlichen Finanzierungspol zur Wirtschaftsentwicklung. U.a. die 12,9 Milliarden Euro des Reservefonds der Pensionskassen sollen in die lokale und großregionale Wirtschaft investiert werden, statt in spekulative Geschäfte und in die Finanzierung der (französischen) Atomindustrie. Kommunale Betriebe, Kooperativen, Betriebe der „économie solidaire“ und im Non-Profit-Bereich oder kleine und mittlere Privatbetriebe sollen vorrangig über diesen Weg gefördert werden, damit Arbeitsplätze langfristig abgesichert werden und nicht von multinationalen Profitinteressen abhängen. Wir befürworten aber auch einen Plan zur Diversifizierung und Vernetzung der Wirtschaft und der Industrie mit Investitionen in zukunftsweisende und nachhaltige Technologien, die in die Landesplanung und die nachhaltige Entwicklung eingebunden sind, anstatt ihr entgegenzuwirken. Ein zusätzliches Beteiligungsinstrument für in- und ausländische Anleger könnte dabei in Betracht gezogen werden, wenn es offen und transparent ist und nach gewissen Bedingungen ausgerichtet ist.

b) Wie sieht Ihre Partei die Zukunft des Luxemburger Finanz- und Bankplatzes angesichts der Ankündigung zum 1. Januar 2015, den automatischen Informationsaustausch über die Zinseinkünfte von EU-Ausländern anzuwenden, und in Anbetracht der ständigen Diskussion um eine zusätzliche Erweiterung der Zinsbesteuerungsrichtlinie auf andere Finanzprodukte?

Luxemburg muss seine Abhängigkeit vom Finanzsektor reduzieren, und zwar durch eine Steuerpolitik, welche die Reindustrialisierung und Investitionen in Richtung ökologischen Übergang begünstigt. Außerdem soll Luxemburg sich den EU-Staaten anschließen, die eine europäische Finanztransaktionssteuer einführen wollen, um so die spekulativen Aktivitäten zu bekämpfen und den finanziellen Sektor zu den Kosten der Krise beitragen zu lassen, die er verursacht hat.

c) Die Bekämpfung der Erwerbslosigkeit ist oberstes Ziel der Beschäftigungspolitik, zu der auch die Reorganisation der Arbeitsmarktverwaltung (ADEM) gehört. Teilen Sie die Auffassung der CGFP, dass diese Behörde nicht in eine öffentliche Einrichtung umzuwandeln ist?

déi Lénk sind der Meinung, dass die ADEM eine Verwaltung bleiben soll, die Arbeitslosen bei der Suche nach einer angepassten Arbeitsstelle unterstützt und bei der Wiedereingliederung behilflich ist. Der ADEM darf nicht die Schuld für die Arbeitslosigkeit zugeschoben werden. Entlassungen müssen im Vorfeld verhindert, die Personalvertreterrechte dazu ausgebaut und in Betrieben, die Gewinne abwerfen, müssen Entlassungen unterbunden werden. Zur Schaffung von genügend Arbeitsplätzen müssen auch Staat und Gemeinden beitragen und die Arbeitszeit soll allgemein gekürzt werden.

d) Durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank und bei anhaltend hoher Inflation verlieren die Sparvermögen der Bürger in Europa auch dieses Jahr wieder Milliarden an Wert. Was gedenkt Ihre Partei gegen diese reale Vermögensentwertung zu tun, gegen die sich die Betroffenen mit eigenen Mitteln nicht wehren können?

Die Vermögensentwertung durch die Niedrigzinspolitik ist real. Dies ist das Resultat einer von den internationalen Multis gesteuerte, undemokratische monetaristische Politik von EU, EZB und FMI, die vor allem der billigen Geldvergabe an die Großbanken dient (und die mit das billig geliehene Geld teuer weiterverleihen!). Auch die Finanzpolitik muss in den Dienst der BürgerInnen – und nicht allein der Banken und Mutis – gesetzt werden. Dazu gehört sowohl eine demokratisch und souverän bestimmte Kontrolle über die Finanzpolitik (statt der Diktate von EU, EZB und FMI), europäische Mindestnormen bei der Besteuerung der Unternehmen, als auch eine strengere Regulierung der Finanzmärkte.

CGFP – Besoldungsabkommen

Wahlprüfsteine der CGFP– Antworten déi Lénk

2. Besoldungsabkommen

Auf Grund wechselnder wirtschaftlicher und finanzieller Voraussetzungen gab die CGFP ihre Zustimmung, das im Juli 2011 eingegangene Besoldungsabkommen zeitlich zu verschieben: Die Auszahlung einer Einmalprämie von 0,9 Prozent des Jahresgehalts erfolgt somit erst im Juli 2014, eine Anhebung des Punktwertes um 2,2 Prozent wurde gar auf 2015 verlegt.
a) Gibt Ihre Partei heute die feste Zusage, dass das Abkommen in dieser Form und nach diesem Zeitplan umgesetzt wird?

Die von Regierungsseite vorgeschobenen Argumente zur Verschiebung des Abkommens von Juli 2011 auf Juli 2014 waren schon mehr als fragwürdig. Dieses Abkommen muss jetzt ohne Wenn und Aber umgesetzt werden.

b) Teilt Ihre Partei die Meinung der CGFP, dass es sich beim geplanten Reformvorhaben im öffentlichen Dienst und bei dem im Juli 2011 ausgehandelten Besoldungsabkommen um ein gebündeltes Maßnahmenpaket handelt, das so nur in seiner Gesamtheit umgesetzt werden kann?

déi Lénk sind der Meinung, dass das Besoldungsabkommen auf jeden Fall in Kraft treten muss, auch dann, wenn Teile des Reformvorhabens nicht umgesetzt würden.

CGFP – Reformvorhaben im öffentlichen Dienst

Wahlprüfsteine der CGFP– Antworten déi Lénk

1. Reformvorhaben im öffentlichen Dienst

Wesentliche Teile der Reform des Beamtendienstrechts sollten bereits zum 1. Januar 2014 in Kraft treten. Nach schwierigen und jahrelangen Verhandlungen hatte die CGFP mit ihrem Dienstherrn einen für beide Seiten annehmbaren Kompromiss ausgearbeitet, der zumindest in weiten Teilen denen im Parlament seit längerem hinterlegten Gesetzentwürfen entspricht.
a) Ist Ihre Partei entschlossen, diesen Kompromiss nach den Wahlen umgehend im Parlament zur Abstimmung zu bringen, ohne vorher wesentliche und bereits ausgehandelte Teile der Reform erneut in Frage zu stellen?

Alle positiven Verbesserungen, die vereinbart wurden (Revalorisierung verschiedener Laufbahnen, Harmonisierung der Aufstiegsmöglichkeiten, …), sollen so schnell wie möglich im Parlament zur Abstimmung gebracht werden. Wir werden sie selbstverständlich unterstützen. Verschiedenen Verschlechterungen – wie der Kürzung der Anfangsgehälter und Entschädigung während der „Stage“-Zeit, der undifferenzierten Verlängerung der „Stage“-Zeit auf 3 Jahre, dem geplanten Bewertungssystem, den Übergangsbestimmungen bei der Revalorisierung verschiedener Laufbahnen … – werden déi Lénk nicht zustimmen.

b) Es bleibt für die CGFP weiterhin unannehmbar, dass die Entschädigungen für angehende Beamte während der dreijährigen “Stage”-Zeit auf einmal nicht mehr aufgrund des eigentlichen Einstiegsgehaltes (Gehaltsstufe 4), sondern auf der Grundlage einer niedrigeren Ausgangssituation (Stufe 3) berechnet werden sollen. Teilt Ihre Partei die Meinung der CGFP, dass dieser Knackpunkt zu Gunsten der zahlreichen Anwärter zum Staatsdienst umgehend zu beseitigen ist, damit das Reformvorhaben im Interesse beider Verhandlungspartner schnellstmöglich und so wie abgemacht umgesetzt werden kann?

déi Lénk wehren sich gegen jegliche Verschlechterung der Anfangsgehälter, sowohl in Bezug auf die die Referenzgehaltstufe, wie auch in Bezug auf die Anerkennung der Vordienstzeit („bonification d’ancienneté“), wo die Stage-Jahre und „nicht gearbeitete“ Jahre nicht mehr anerkannt werden.

Daachverband vun de Jugendklibb a.s.b.l [FRAGE]

Antwort auf Fragen des Dachverbandes der Jugendclubs
www.dachverband.lu

Messieurs,
En tant que membre du bureau de coordination et de la coordination nationale de déi Lénk, j’ai été chargée de répondre à votre lettre concernant la politique pour les jeunes.
En ce qui concerne vos revendications, nous soutenons en général votre démarche.
Nous voulons cependant souligner plus particulièrement ce qui suit:
– La réforme des pensions du gouvernement CSV-LSAP sous la tutelle du ministre Mars di Bartolomeo aura comme conséquence la réduction des pensions des jeunes qui entrent actuellement sur le marché du travail de l’ordre de 15%. Nous ne pensons pas qu’une telle politique puisse assurer l’avenir économique des jeunes, bien au contraire: les générations de demain devront payer les forfaits du gouvernement actuel! déi Lénk préconisent dans leur programme électoral une annulation de cette loi antisociale et une vraie réforme des pensions qui rime avec amélioration et non avec démantèlement. Pour générer des sources de financement supplémentaires, nous proposons e. a. d’abolir le plafond cotisable qui est fixé actuellement à 9.370€ (5x le salaire social minimum). Pour les étudiants, nous proposons que les années d’études soient couvertes par une cotisation et que ces années entrent entièrement dans le calcul de la pension.
– En ce qui concerne l’entrée des jeunes sur le marché du travail, nous condamnons les lois successives sur le chômage des jeunes, comme le fameux 5611 qui a suscité l’opposition de beaucoup de jeunes. Ces lois consacrent la précarité des jeunes sur le marché du travail et n’ont pas réduit le chômage. Les jeunes doivent vivre dans des situations précaires pendant des années et servir de main d’oeuvre quasi gratuite à des entreprises sans avoir une garantie d’engagement. Cela renforce la dépendance des jeunes vis-à-vis de leurs parents et ne leur permet pas de mener une vie autonome. Rappelons que la réforme des pensions retarde l’âge de la retraite, des emplois seront donc bloqués par des salarié-e-s âgée-e-s, ce qui veut dire que les jeunes trouveront encore moins un travail qui leur permette de vivre d’une façon décente.
– déi Lénk a soutenu la campagne de l’OGB-L contre le fait que les bourses d’études n’étaient payées qu’aux résidents. La plainte auprès de la Cour de justice européenne a porté ses fruits et l’Etat luxembourgeois s’est fait condamner de payer les bourses également aux enfants des frontaliers. Nous soutenons également la revendication des syndicats de faire réindexer les allocations familiales pour faire face au renchérissement de la vie qui touche les jeunes et leurs familles.
– Nous soutenons toutes les initiatives des jeunes de s’organiser de façon autonome, de créer des structures autogérées, sans que les autorités ne s’y mêlent. Dans ce sens, nous soutenons les efforts de créer des offres culturelles et de loisir à des prix abordables où les jeunes sont acteurs et non seulement consommateurs.
– Nous exigeons que des logements décents soient crées pour les étudiants et que soit crée un cadre légal pour permettre aux jeunes (et non seulement les jeunes) de vivre dans des communautés (Wohngemeinschaften) afin de réduire les frais de logement et de pratiquer une vie sociale.
Notre programme électoral est en ligne pour être discuté publiquement. Si vous le souhaitez vous pouvez y formuler vos remarques et vos suggestions. http://elodeilenk.org/
Permettez-moi encore de formuler un regret. Aucune femme ne semble faire partie de votre direction. Or, une des priorités de notre mouvement est de lutter pour l’égalité entre femmes et hommes ce qui peut se réaliser entre autres par un choix conscient vers la parité dans tous les domaines.
J’espère que ces quelques suggestions puissent vous être utiles.

Pour déi Lénk
Thérèse GORZA

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