Staatsgarantie: Eng Finanzsprëtz fir grouss Betriber, ouni Verflichtungen.

D’Staatsgarantie geet vill méi wäit ewéi eng Noutmesür fir Betriiber mat Liquiditéitsproblemer an der Kris. Si ass nämlëch Deel vun enger post-corona Relance-Strategie, déi un dat erënnert wat no der Wirtschaftskris 2008 passéiert ass, wou d’Staatsgelder d’Banke gerett hunn an d’Leit gezwonge gi sinn de Rimm méi enk ze zéien fir d’Staatskeesen erëm ze fëllen. Wat d’Banke mat deene Sue gemaach hunn, war deemols ganz hinnen iwwerloss.

D’Staatsgarantie an der Coronakris ass eng alt erëm eng Délégatioun de Pouvoir vum Staat un d’Banken : leschtenends entscheede privat Akteuren iwwer den Asaz vu Steiergelder. Et sinn nämlëch d’Banken, déi mat de Betriber (hir Client’en) zesumme kucken, wéi d’Suen agesaat ginn, daat ouni gréisser Konditiounen.

De Gesetzestext vun der Staatsgarantie gesäit kéng Konditioune fir, wat mat dësen Suën geschéien daerf a waat nët.

Eng Bank kann also d‘Staatsgelder, déi d’Suen vun eis alleguerte sinn, u Betriber weiderléinen, déi domat maache kënne, wat se wëllen:

  • Hir Scholden restrukturéieren (en deiere Kredit géint e bëllege Kredit tauschen)
  • Weiderhinn Dividenden un hir Aktionären ausschëdden
  • Aktien zeréckkafen fir ee Spottpräiss an domat nach Gewënn maachen
  • Bonien u Manager ausbezuelen
  • Investitiounen am Ausland maachen
  • De Betrib ëmstrukturéieren a Leit entlossen

Am Gesetz gëtt och keen Ënnerscheed gemaach tëschend klengen a grousse Betriber.

Ofgesinn vun der « prime de garantie » huet zum Beispill eng Arcelor déi selwescht Bedingungen an Konditiounen wéi de Coiffeur um Eck.

Géigeniwwer vu grousse Betriber muss een awer méi Précautiounen géint Abus’en huelen (Montant’en si méi héisch) an et muss ee méi Bedingunge stellen:

  • All Dossier ab engem gewësse Montant (z.B. 1mio) misst virdrunner vum Ministère iwwerpréift a genehmegt ginn !

Bei de klengen Aiden fir Kleng- a Mëttel Betriber huet de Wirtschaftsministär sech net genéiert Dossieren méi genee ze analyséieren.

Corona-Pandemie. Tag 1 der Exit-Strategie.

déi Lénk haben sich mit dem von der Regierung beschlossenen, etappenweisen Austritt aus dem Corona Lock-Down befasst, der heute beginnt. Wegen seiner weitgehenden Einschränkung der Bewegungs- und Versammlungsfreiheit und dem Lahmlegen weiter Teile des Lebens konnte der Lock-Down nur eine Vorsichtsmassnahme zur Eindämmung der Verbreitung eines Virus sein, der sich weltweit sehr schnell verbreitet hatte und für den es kaum wissenschaftliche Erkenntnisse und noch keine anerkannte Therapie gibt. So wie die Gesundheit aller Bevölkerungsschichten maßgebend bei der Verhängung des lockdown war, muss sie es auch bei der Lockerung der Maßnahmen sein.


Am Tag 1 der Exitstrategie sind unsere Gedanken bei den Schichten der arbeitenden Bevölkerung, die im Interesse der Allgemeinheit in nächster Zeit auf der Bresche stehen werden, wie das Krankenhaus- und
Pflegepersonal, das Personal im Reinigungssektor, in den Geschäften, im öffentlichen Transport, im Bausektor und das Lehrpersonal.


Wir verlangen, dass alle, die nicht zu Hause arbeiten, systematisch getestet werden und so eine frühzeitige Erkennung und ggbfs. Behandlung der Covid-19-Krankheit sichergestellt wird. Schutzmaterialien müssen überall in genügender Zahl zur Verfügung stehen. Diese Menschen müssen ein Recht auf Entbindung und Rückzug von der Arbeit erhalten, wenn ihre Sicherheit nicht garantiert werden kann und/oder es sich um Personen handelt, die einem gröβeren Risiko ausgesetzt sind.

Das Patronat im privaten und öffentlichen Sektor muss an seine arbeitsrechtliche Verantwortung gebunden bleiben, die Sicherheit seiner Beschäftigten zu garantieren. Dies kann nicht über die öffentlichen Krankenkassen geregelt werden, denn zu einer Risikogruppe zu gehören oder sich weigern, sich unnötiger Gefahren aus mangelndem Schutz am Arbeitsplatz auszusetzen, ist keine Krankheit!


Wir werden uns auch gegen alle Versuche wehren, in Zukunft die Grundrechte auf Bewegungs- und Demonstrationsfreiheit, das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die freie Meinungsäußerung u.a. durch elektronische Überwachungssysteme in Frage zu stellen und das gesundheitliche Krisenmanagement zum Normalfall werden zu lassen, wie es sich Google, Apple, Big Pharma, oder Black Rock vorstellen.


Wir sehen im Moment wer das Leben am Laufen hält, auch durch Téléarbeit. „Sous le Haut Patronage de nous-mêmes” steht in groβen Lettern an der Fassade der Salariatskammer in Luxemburg geschrieben. Das muss endlich auch das öffentliche Leben nach der Krise bestimmen!
Wir brauchen ein aufgeklärtes und präventives Umgehen mit gesundheitlichen Fragen und mit dem Klimaschutz, sowie ein Umdenken bei der Organisierung der internationalen Wirtschaftsströme und der Nachhaltigkeit unseres Lebens.

Erste Lehren aus der aktuellen Krise ziehen.

Während die sanitäre Krise langsam abzuflachen scheint und die Isolationsmaßnahmen aufgelockert werden, freuen wir uns darauf, endlich das Frühjahrswetter mit Freunden genießen zu können. Werden in einigen Wochen die soziale Isolation und die Angst vor unkontrollierbarer Verbreitung des Virus hoffentlich nur noch böse Erinnerungen sein, so stellt sich doch die Frage nach den sozialen und wirtschaftlichen Langzeitfolgen der letzten Wochen. Dabei müssen die nun nötigen Veränderungen nicht unbedingt negativer Natur sein. Ich will versuchen, im Folgenden einige erste Lehren aus der aktuellen Krise zu ziehen, die dabei helfen könnten zu entscheiden, in welche Richtung wir uns von hier aus entwickeln wollen.

Die aktuelle Krise hat mehr denn je gezeigt, welche Arbeitsplätze in unserer Gesellschaft systemrelevant sind, und wer sie erledigt. Es sind vor allem Frauen und Grenzgänger.innen, die im Gesundheits- und Pflegebereich, im Einzelhandel und in der Reinigung arbeiten, die während der Krise weiterarbeiten mussten und somit die Grundversorgung der Gesellschaft aufrechterhalten haben. Zudem handelt es sich im Allgemeinen um unterbezahlte Arbeit unter schwierigen Bedingungen, der nicht der nötige Respekt gezollt wird. Das alles zeigt umso mehr, dass die Forderungen des ersten allgemeinen Frauenstreiks im März ihre Berechtigung hatten und bestätigt zudem die Forderung von déi Lénk, den Mindestlohn strukturell mindestens um 10% zu erhöhen. Es reicht nicht, den Angestellten symbolisch zu danken, sondern wir müssen dafür sorgen, dass, wer systemrelevante Arbeit leistet, von dieser auch anständig in Luxemburg leben kann. Der Mindestlohn ist kein Almosen, sondern die verdiente Gegenleistung für wichtige Arbeit.

Luxemburg blieb glücklicherweise von katastrophalen Zuständen, wie sie aus Italien und den USA bekannt sind, verschont. Einer der Gründe ist mit Sicherheit unser starkes öffentliches Sozial- und Gesundheitssystem. Anders als in den USA musste hier kein.e Lohnabhängige.r fürchten, im Krankheitsfall auf alle Einnahmen verzichten zu müssen. Und anders als Italien wurde Luxemburg in den letzten Jahren wenige Sparmaßnahmen im Gesundheitssystem von der europäischen Kommission aufgedrängt, die zur Aushöhlung des Krankenhaussektors führten. Wäre die neoliberale Globalisierungspolitik der europäischen Union in den letzten Jahrzehnten nicht so ungebremst fortgeschritten, würde das notwendige medizinische Material auch noch in Europa hergestellt werden, was den Mangel und das resultierende zwischenstaatliche Konkurrenzdenken verringert hätte.

Die ökonomischen, sozialen und gesellschaftlichen Langzeitfolgen der sanitären Krise sind nur schwer einschätzbar, hängen jedoch auch von politischen Entscheidungen ab. Die politischen Verantwortlichen können, ähnlich der Finanzkrise von 2008, die Kosten der nachfolgenden Wirtschaftskrise auf die arbeitenden Menschen abwälzen, die Sozialsysteme schwächen und die Armut erhöhen. Oder sie können Lehren aus der Vergangenheit ziehen und nicht mehr zum „business as usual“ übergehen. Anstatt Austerität zu betreiben müssen Investitionen in das Sozialsystem, die Infrastrukturen und eine sozial-ökologische Umwandlung der Gesellschaft im Mittelpunkt stehen. Die Art und Weise zu wirtschaften muss sich grundlegend verändern. Die Kosten für diese notwendigen strukturellen Veränderungen dürfen diesmal jedoch nicht wieder auf die arbeitenden Menschen abgetragen werden. Viel eher ist es an der Zeit, Superreiche und multinationale Unternehmen, die zum Teil sogar noch von der Covid-Krise profitiert haben, zur Kasse zu bitten. Sie müssen endlich Verantwortung übernehmen für eine solidarische und ökologische Gesellschaft. Sie werden es nicht freiwillig tun. Die Politik ist gefordert.

Coronavirus et économie – Les oubliés du programme de stabilisation de l’économie.

Les oubliés du programme de stabilisation de l’économie.

Suite aux mesures de fermetures dans l’économie prises par le gouvernement dans le cadre de la lutte contre la propagation du Coronavirus, un programme d’aide aux entreprises obligées de fermer a été mis en place.

déi Lénk soutient ces aides à l’économie réelle dues à l’arrêt forcé de ses activités – nous ne sommes plus dans le cas de 2008 où les salariés ont dû payer les pots cassés par les spéculateurs de la finance.

déi Lénk constate cependant avec consternation que les mesures d’aide actuelles ne tiennent pas compte du sort des indépendants et petites entreprises qui n’ont que récemment lancé leur activité et ignorent totalement les free-lance qui ne disposent pas d’une autorisation d’établissement. Ils ont en commun de ne pas pouvoir prouver un chiffre d’affaire annuel de 15.000 euros en 2019. Or, ces deux conditions sont requises pour bénéficier de l’aide directe de 5.000 euros. déi Lénk appelle le gouvernement à chercher le plus rapidement possible des solutions pour soutenir toutes les personnes qui se voient dans l’impossibilité d’exercer leur métier en raison de l’état de crise. déi Lénk demande également une compensation pour les salarié.e.s travaillant à temps partiel et dépendant, pour une partie de leur revenu, de services prestés en tant que free-lance.

Concrètement nous demandons :

  • L’augmentation et l’échelonnement de l’aide accordée à toutes les micro-entreprises, également récentes, selon les besoins réels des secteurs concernés et pour couvrir leurs frais fixes pendant la période de fermeture ;
  • L’introduction d’un système de chômage partiel pour tous les indépendants et freelance qui ne sont pas des entreprises (avec un socle de base à hauteur de 100% du salaire social minimum) et des facilités généreuses de payement pour les impôts et les cotisations sociales.

Finalement déi Lénk demande que tout ce programme d’aide à l’économie soit contre-financé par une réforme fiscale audacieuse mettant à contribution les grandes fortunes, les hauts revenus, les revenus élevés du capital et les GAFA. déi Lénk soutient également les efforts en cours au niveau européen pour mettre un terme au rachat d’actions et au payement de dividendes exorbitants au bénéfice des gros actionnaires. Le soutien financier pour les grandes entreprises allant au-delà des besoins dus aux fermetures actuelles devra se solder à l’avenir par une prise de participation de l’État, le cas échéant par une nationalisation d’entreprises importantes pour le tissu économique national.

Toute tentative de financer la crise du Coronavirus par une politique d’austérité se heurtera à notre opposition ferme.

Bien au contraire, nous appelons à une politique massive d’investissements publics dans le secteur de la santé, de la recherche et de satisfaction des besoins primaires de la population pour surmonter plus facilement à l’avenir de telles crises. Et nous le rappelons, la crise du Coronavirus ne doit pas faire oublier la crise climatique qui met en péril toute l’humanité. Un retour au « business as usual » doit être évité et les fonds publics mobilisés doivent financer la transformation sociale et écologique de notre société. Une telle politique viserait aussi la mise en place d’un pôle de financement public valorisant les avoirs du Fonds de Pension pour soutenir les petites et moyennes entreprises régionales, ainsi que les créateurs indépendants, qui ont du mal à trouver des financements auprès d’institutions financières privées.

Schutz vu Salarié’en: déi Lénk verlaangen e Bilan iwwer d’Auswierkunge vun den Ofwäichunge vum Aarbechtsrecht.

D’Regierung huet decidéiert, dass an de 14 als essentiell zielende Secteuren d’Reegelunge fir d’Aarbechtszäit fir d’Dauer vun der Kris geännert ginn. Anstatt maximal 10 Stonnen den Dag, ka lo 12 Stonne geschafft ginn. Anstatt 48 Stonnen d’Woch dierf elo 60 Stonnen d’Woch geschafft ginn. déi Lénk verstinn, dass des Mesure am Santé- oder Fleegberäich ausnamsweis ka Sënn maachen, wann et zu Engpäss sollt kommen, mee froen sech awer firwat dat och fir Liewensmëttelgeschäfter oder Geschäfter fir Déierefudder ziele soll.

déi Lénk ënnerstëtzen des Virgoensweis net, wëll hei Schutz a Wuelbefanne vu Salarié’en net méi un éischter Plaz stinn.

Wëll des Ännerung iwwer Reglement vun der Regierung eleng gemaach ginn ass, huet d’Chamber och net doriwwer ofgestëmmt. E Vott huet also net stattfonnt.

déi Lénk hunn awer eng Motioun zur Ofstëmmung bruecht, déi fuerdert, dass no der Kris gekuckt gëtt, wat d’Auswierkunge vun dëser Lackerung vum Schutz vu Salarié’en punkto Aarbechtszäit waren.

Des Motioun gouf am Kader vun der Debatt iwwer d’Hëllefe fir kleng a mëttel Betriber (PME) gemaach (ganz Ried ënnen).

Wéi eng Secteur’en hunn des Méiglechkeete genotzt? Wéi vill a wéi eng Salarié’en ware betraff? Wéi vill Stonne goufe méi geschafft? Wéi goufen a ginn déi betraffe Salarié’en kompenséiert? Op dem Wee soll garantéiert ginn, dass no der Kris méiglech Abus’en kënne festgestallt ginn an natierlech, dass d’Salarié’en och déi richteg Kompensatioune fir des zousätzlech Laaschte kréien.

D’Motioun gouf eestëmmeg ugeholl.

 

Motion

La Chambre des Députés

  • Vu l’article 32, paragraphe 4 de notre Constitution ;
  • Vu la loi du 24 mars 2020 portant prorogation de l’Etat de crise ;
  • Vu le règlement grand-ducal du 27 mars portant introduction d’une dérogation à l’article L.211-12 du Code du travail qui autorise le Ministre du Travail, de l’Emploi et de l’Economie sociale et solidaire à porter la durée de travail maximale à douze heures par jour et soixante heures par semaine sur demande dûment motivée d’une entreprise dont les activités sont énumérées à l’article 2, paragraphe 3 et à l’article 5 du règlement grand-ducal modifié du 18 mars 2020 ;
  • Considérant que l’une des plus anciennes préoccupations en matière de législation du travail a été la réglementation de la durée du travail ;
  • Considérant que le progrès social des derniers cent ans s’exprime entre autres par la réduction successive du temps de travail ;
  • Considérant que l’augmentation de la durée de travail maximale à 12 heures par jour, respectivement 60 heures par semaine constitue une charge considérable pour les salarié.e.s concerné.e.s ;
  • Considérant que les dérogations ainsi émises par le Ministre prennent fin le 24 juin 2020 au plus tard ;
  • Estimant qu’une augmentation de la durée du temps de travail maximal en temps d’état de crise devrait se limiter au plus strict minimum après épuisement de tout autre moyen ;

invite le Gouvernement

  • à présenter à la Chambre des Députés après la fin de l’état de crise un bilan exhaustif de l’ensemble des dérogations émises par le Ministre du Travail, de l’Emploi et de l’Economie social et solidaire. Ce bilan devant comporter les entreprises et le nombre respectif de salarié.e.s concerné.e.s par secteur d’économie, le nombre d’heures prestées dépassant les 48h par semaine par entreprise et par secteur, ainsi que les mesures compensatrices proposées par les différentes entreprises aux salarié.e.s concerné.e.s.

Projet de loi 7532 – Hëllefen fir PME a Kulturschafender

Ried als PDF

Dëst Gesetz hunn déi Lénk matgestëmmt. Eng Villzuel vu klenge Betriber kéint ouni ëffentlech Hëllef des Kris net iwwerstoen. Déi vill Aarbechtsplazen an dësen Entreprisen mee och d’ekonomesch a sozial Strukturen, déi ganz vill och vu klenge bis mëtteleren Betriber gedroe, ginn, kéinte sou zerstéiert ginn.

Protéger la population sans sacrifier la protection du travail.

Au fur et à mesure que la crise sanitaire mondiale progresse, les mesures des gouvernements se renforcent. Mais contrairement à d’autres pays, le Luxembourg se distingue à travers ses mesures sensées visant principalement à réduire la propagation du virus. déi Lénk approuve également les initiatives prises à l’encontre des salarié·e·s, des indépendant·e·s et des entreprises.

Le Mouvement s’oppose néanmoins au règlement du ministre du travail Dan Kersch qui fixe la durée maximale du travail à 60 heures/semaine, respectivement à 12 heures/jour. Bien que l’état d’urgence sanitaire préconise qu’il soit nécessaire d’assouplir temporairement le droit du travail pour le secteur de la santé, il n’en va pas de même dans les autres secteurs tel que dans la grande distribution. Par cette action, le Gouvernement réalise un rêve de longue date des employeur·euse·s, auquel les syndicats s’opposent évidemment.

Alors que le Gouvernement dépasse clairement les bornes concernant cette mesure, sa volonté d’agir, afin de limiter les conséquences sociales de la crise, laisse à désirer dans d’autres domaines. déi Lénk craint que ce sont surtout les bas salaires et les travailleur·euse·s précaires qui risquent de perdre leurs moyens de subsistance.

« Beaucoup de personnes craignent pour leur existence, voire pour leur vie. Tout le monde ne peut pas travailler dans des homeoffices protégés. À l’inquiétude d’être contaminé par le virus s’ajoute la crainte de perdre son emploi ou son logement en raison du contexte financier et économique. Il ne suffit pas de compter sur la bonne volonté et la solidarité spontanée de tous et toutes, comme le déclarait récemment le président de l’Union des Propriétaires. », a précisé la co-porte-parole de déi Lénk Carole Thoma.

  1. Dès lors, et pour la durée de la crise, déi Lénk exige :le remboursement à 100%, par l’État, du salaire en cas de chômage partiel (plafonné à 2,5 fois le SSM) ;
  2. l’interdiction des licenciements économiques dans les entreprises qui, à cause de la crise actuelle, bénéficient d’un soutien public ;
  3. une dispense immédiate de travail pour les travailleur·euse·s pour lesquel·le·s leur sécurité ne peut être garantie, assortie d’un droit de retrait avec compensation intégrale du salaire ;
  4. cette même dispense de travail, accompagnée d’un droit de retrait avec compensation intégrale du salaire, doit s’appliquer à toute catégorie de population vulnérable (y compris les faux indépendants) ;
  5. la fermeture immédiate des grandes surfaces les dimanches.

Il s’agit dès lors pour le Gouvernement de faire preuve de prudence et de sens afin de s’assurer que la crise sanitaire ne se transforme pas aussi en crise sociale.

Solidaires, nous maîtriserons le coronavirus – La vie avant le profit.

Solidaires, nous maîtriserons le coronavirus est le mot d’ordre de déi Lénk lors de cette pandémie. Seul un effort à la fois collectif et individuel nous permettra de venir à bout du coronavirus dont les répercussions sur notre modèle sociétal et économique ne se laissent pour l’instant que deviner. Aussi déi Lénk s’est-il rallié, le 22 mars, au vote du projet de loi instaurant l’état de crise afin de permettre au gouvernement de prendre des mesures urgentes pour faire face à la pandémie.

 Ce n’est pas pour autant que le gouvernement dispose d’une carte blanche. Si déi Lénk reconnaît la nécessité de mesures rapides et ponctuelles, il continue à scruter et à critiquer l’action gouvernementale pour éviter les dérives à un moment où l’application de l’article 32.4 de la Constitution permet de contourner le Parlement. déi Lénk se déclare ainsi solidaire avec les forces du progrès sociale qui s’opposent à toute forme de régression sociale et démocratique. Durant et après la pandémie, déi Lénk veillera à ce que les mesures du gouvernement s’appliqueront à tou.te.s et à ce que personne ne soit oublié.

La détermination et la solidarité dont témoignent celles et ceux qui œuvrent tous les jours dans l’intérêt commun depuis le début de la pandémie, seront également indispensables pour penser l’après-pandémie qui sera l’occasion historique d’un changement de système.

La pandémie nous montre clairement que la dimension sociale prime sur toutes les autres et bat ainsi en brèche les fondations sur lesquelles repose notre modèle capitaliste. Il s’agit d’ouvrir la voie à une transformation économique et sociale profonde qui mettra le social et l’écologie au centre des préoccupations.

déi Lénk s’opposera en tout cas vigoureusement à toute tentative de redresser la situation par le biais d’une politique d’austérité qui ne fera que creuser les inégalités sociales et qui risquera d’affaiblir un secteur public dont le pandémie souligne chaque jour l’importance.  Il ne faudra en aucun cas appliquer les mêmes recettes libérales qu’après la crise financière et économique mondiale de 2008 lorsque les citoyen.ne.s ont été contraint.e.s de payer les pots cassés par une finance dérégulée. Il s’agit de mettre La vie avant le profit.

Vers notre dossier sur le coronavirus.

Corona solidarisch meistern – Leben vor Profit.

Corona solidarisch meistern lautet das Motto von dei Lénk während dieser Pandemie. Nur eine kollektive und individuelle Anstrengung wird es uns ermöglichen das Coronavirus zu überwinden, dessen Auswirkungen auf unser gesellschaftliches und wirtschaftliches Modell derzeit nur zu erahnen sind. Damit die Regierung die dringenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie ergreifen kann, haben déi Lénk am 22. März das Gesetz über den Ausnahmezustand mitgestimmt.

Die Regierung hat jedoch keinen Freibrief erhalten. Während déi Lénk die Notwendigkeit sofortiger und punktueller Maßnahmen anerkennen, werden sie weiterhin die Regierungsarbeit genauestens unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls kritisieren. In einer Zeit, in der die Anwendung von Verfassungsartikel 32.4 es der Regierung erlaubt das Parlament zu umgehen, müssen Missbräuche vermieden werden. déi Lénk unterstützen deshalb die Kräfte des sozialen Fortschritts, die sich jeglicher Form von sozialem und demokratischem Rückschritt widersetzen. Während und nach der Pandemie werden déi Lénk sicherstellen, dass staatliche Maßnahmen für alle gelten und dass niemand durchs Raster fällt.

Die Entschlossenheit und Solidarität derer, die seit Beginn der Pandemie jeden Tag für das allgemeine Wohlbefinden der Menschen arbeiten, wird auch für das Ende dieser Pandemie von entscheidender Bedeutung sein. In der Pandemie wird deutlich, dass die soziale Dimension Vorrang hat und die Grundlagen des kapitalistischen Modells zutiefst erschüttert werden. Es geht darum, den Weg für einen tiefgreifenden wirtschaftlichen und sozialen Wandel zu ebnen, der soziale und ökologische Ansprüche in den Mittelpunkt stellt.

déi Lénk werden sich auf jeden Fall energisch gegen jeden Versuch wehren, die Folgen der Pandemie durch eine Sparpolitik auszugleichen, die nur die sozialen Ungleichheiten vertieft und die Gefahr birgt den öffentlichen Dienst zu schwächen, dessen Bedeutung während der Pandemie immer deutlicher wird. Auf keinen Fall darf der gleiche Fehler gemacht werden wie nach der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise von 2008, als die arbeitenden Menschen dazu gezwungen wurden, für die Fehler von Finanzspekulanten zu bezahlen. Es geht darum, Leben vor Profit zu setzen.

Zu unserem Dossier über das Coronavirus.

Au nom de la concurrence et du profit – la Spuerkeess ferme 11 filiales.

C’est un nouveau coup dur à encaisser pour les usagers et les employé.e.s : la Spuerkeess se débarrasse de 11 filiales à travers le Luxembourg. déi Lénk condamne ces fermetures qui privent de nombreuses personnes d’un service de proximité essentiel. En effet, rien ne justifie une telle décision de la direction de la BCEE, surtout lorsque la banque est en pleine forme financière.

L’extension urbaine, la croissance de la population, les impératifs écologiques, réclament davantage de services de proximité, plutôt que leur liquidation. Les usagers des agences bancaires n’ont pas besoin d’agences robotisées au décor dernier-cri, mais des agences accessibles, où travaillent suffisamment de personnes pour prendre en charge leurs demandes et répondre à leurs besoins. Le contact direct avec le client apporte aussi une qualité supplémentaire au travail du guichetier.

La fermeture des agences bancaires dans les villages et les périphéries contribue à l’isolement social de leur habitant.e.s et notamment des personnes du troisième âge. La liquidation des 11 filiales de la Spuerkeess ne se fait donc pas au nom de la modernité et du changement des habitudes et des besoins des usagers, comme le prétend la direction de la banque, mais bien au nom du profit à tout prix et du laisser-faire par l’Etat.

Déjà l’introduction par le gouvernement des frais bancaires sur les opérations de base avait taxé injustement les usagers ne sachant pas se servir des services bancaires en ligne et ne pouvant pas investir leur petite monnaie dans des produits financiers haut de gamme. Cette mesure a certainement contribué à la dégradation des services et la fragilisation des agences bancaires locales au détriment des conditions de travail des employé.e.s.

déi Lénk s’est fermement opposé à la tarification des opérations bancaires de base, tout comme l’Union des Consommateurs et plus de 4500 citoyen.n.es ayant souscrit à une pétition pour la gratuité de ces services. Le ministre des Finances qui agit en bon ami de la Finance n’en tient guère compte. Selon lui l’Etat n’a pas à se mêler des affaires des banques. Pourtant, la Spuerkeess appartient à 100 % à l’Etat. Avec la fermeture des 11 agences de la BCEE, l’Etat se fait complice d’une politique économique qui soumet les intérêts des gens aux intérêts de la Finance.

Pourquoi CETA est-il anti-démocratique?

Des négociations à huis clos

Les négociations pour CETA ont été menés à huis clos par les technocrates de la Commission européenne et du gouvernement canadien. Si les représentants des gouvernements à Bruxelles ont été informés des pourparlers, les députés des parlements nationaux ont à aucun moment eu accès à des documents de négociation. Par contre, les groupes de lobbying des multinationales ont été consultés tout au long du processus. S’il n’y a pas de chiffres correspondants pour CETA, la Commission européenne a été forcée de publier des chiffres dans le contexte des négociations pour un traité de libre-échange similaire : Entre janvier 2014 et janvier 2017, la Commission a eu 213 réunions à huis clos avec des lobbies pour négocier le JEFTA avec le Japon, dont 190 avec des lobbies des multinationales.

Graver le néolibéralisme dans le marbre

En tant que traité international, CETA se superpose aux règles nationales et européennes. Ainsi à l’avenir, le législateur national ou européen ne pourra plus prendre de décision en contradiction avec CETA. Pour cela, il faudrait soit rechercher le consentement de toutes les parties impliquées pour changer l’accord, soit le résilier dans son ensemble. Les choix politiques et économiques inscrits dans ce traité sont hautement idéologiques, puisqu’ils érigent l’ultra-libéralisme et la course effrénée aux profits comme doctrine suprême. Un gouvernement démocratiquement élu qui voudrait revenir sur ces choix serait confronté à des difficultés majeures, ce qui est d’ailleurs un des buts recherchés.

Des entreprises qui portent plainte contre des décisions démocratiques

Les fameux tribunaux d’arbitrage, également contenus dans CETA, permettent aux multinationales de porter plainte contre des décisions démocratiques qui pourraient nuire à leurs profits. Par exemple, des États ont déjà été attaqués par des fabricants de cigarettes pour avoir mis en œuvre des législations anti-tabac, sous prétexte que cela diminue les profits des entreprises. Ce mécanisme peut non seulement engendrer des pénalités exorbitantes à payer par les États aux multinationales, il modifie aussi le processus de prise de décision : les décideurs politiques n’osent plus prendre des décisions qui risquent d’agacer une multinationale, par crainte d’être poursuivi devant un tribunal d’arbitrage.

Des comités sans contrôle démocratique

CETA met en place 10 comités et sous-comités où des représentants de la Commission européenne et des autorités canadiennes s’échangent sur les relations économiques. CETA attribue à ces comités des compétences exécutives, sans qu’ils soient soumis au contrôle démocratique. Ils peuvent interpréter et modifier des dispositions de l’accord, créant par ainsi des règles légalement contraignantes, sans que le Parlement européen ou les parlements nationaux puissent intervenir (article 26).

La coopération règlementaire

Les dispositions relatifs à la coopération réglementaire (article 21) permettront aux administrations canadiennes et européennes en charge du commerce d’influencer les normes sanitaires, industrielles et environnementales bien en amont du processus législatif. Cette coopération réglementaire est particulièrement vulnérable au lobbying des multinationales, lesquelles peuvent par ce biais agir sur les réglementations avant que des élus ne soient saisies des questions afférentes. D’ailleurs, l’article 21.8 donne expressément le droit aux membres du Forum de coopération en matière réglementation de consulter les milieux d’affaires “par tout moyen [qu’ils] jugent approprié”.

System change, not Climate change!

Ce mot d’ordre, régulièrement présent aux manifestations de Youth for Climate, revendique une remise en cause fondamentale des priorités économiques et sociales, pour contrecarrer le réchauffement planétaire.

L’on peut bien interpréter ce slogan de manière plus ou moins radicale, depuis une attaque en règle contre le système économique en place, jusqu’à un appel mesuré pour une gestion rigoureuse des ressources de la Terre dans le cadre existant. N’empêche qu’il y a accord sur l’urgence du changement, sur le coût extrêmement élevé de la décarbonisation – de l’ordre de 1.000 milliards d’€ l’an rien qu’en Europe suivant les calculs de la Cour des comptes européenne – et sur le caractère obligatoirement démocratique et socialement soutenable des décisions et des mesures à prendre.

Or tout porte à croire que le système capitaliste actuel ne permettra pas de relever cet immense défi auquel l’humanité est confrontée.

Il faut relever d’abord que la déréglementation des marchés financiers, la privatisation des services publics, le démontage des droits sociaux et les politiques de dumping fiscal ont conduit à une exploitation démesurée des hommes et de la nature, à un accroissement des inégalités et de la misère sociale et à un affaiblissement dramatique des pouvoirs publics et des processus démocratiques.

Il faut constater ensuite que les financiers privés, à qui les politiciens libéraux, conservateurs et sociaux-démocrates ont confié les clés de la planète, n’ont pas la durabilité dans le collimateur et continuent de privilégier le profit maximal à court terme aux dépens de l’intérêt public.

Le poids minimal de la finance dite “verte” montre cette défaillance. S’il est fréquemment mis en évidence que 39% du capital investi dans des fonds durables au niveau mondial sont investis sur la place financière de Luxembourg, ce pourcentage élevé masque l’importance marginale relative des fonds durables, qui ne pèsent que 1 % du capital mondialement investi. Pour ce qui est des green bonds, ils ne constituent que 2% du stock de toutes les obligations. Aussi le Global Green Finance investment index de cette année note-t-il : “ … so long as oil and gas companies remain profitable, they can attract other investors.” La politique d’investissement du Fonds de compensation luxembourgeois illustre d’ailleurs ce constat désolant.

Quant au projet de “taxonomie” adopté récemment par le Conseil européen, qui définit les critères de durabilité environnementale à l’intention des gestionnaires d’actifs (fonds d’investissement, assureurs, banques) et de leurs clients, il se trouve déjà exposé au feu des critiques des lobbies financiers. Ainsi la directrice de lobbying du géant américain Invesco, qui comportait 1,18 trillion de $ d’actifs sous gestion au 30 septembre dernier, le qualifie de “très contraignant” et “prenant une mauvaise direction”. Elle estime que “les règles et détails techniques” seraient “très restrictifs”.

La défection de ceux qui ont la main sur les moyens de financement et dès lors sur la production est inacceptable et il faut veiller à capter les fonds nécessaires auprès d’eux et à les investir dans la transition. C’est bien aux pouvoirs publics qu’il revient d’assumer leur responsabilité au moyen de mesures coercitives et d’une politique fiscale permettant de soustraire aux détenteurs des capitaux privés les ressources nécessaires pour financer ces mesures.

Guy Foetz

Conseiller communal déi Lénk à la ville de Luxembourg

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