déi Lénk initiéieren Debatt iwwert de Pensiounsfong

Monsanto, Shell a Philip Morris: Däerf de lëtzebuerger Pensiounsfong an egal wéi eng Firma investéieren, Haaptsaach de Profit stëmmt? déi Lénk sinn der Meenung, datt dat net de Fall ass an hunn an der zoustänneger Chamberskommissioun eng Debatt iwwert d’Investitiounspolitik vum sougenannte Fonds de Compensation gefuerdert, dee mëttlerweil iwwer 15 Milliarden Euro verwalt.

No dem Klimaofkommes zu Paräis an der Decisioun iwwert déi global Nohaltegkeetsagenda ka Lëtzebuerg net weiderfueren, Milliounen an Pëtrolskonzerner ze investéieren oder a Firmen, déi noweislech Mënschen- an Ëmweltrechter violéieren.

Donieft gëllt et och politesch kohärent ze sinn a beispillsweis keng Aktië méi vun der franséischer Atomindustrie ze kafen, während ee gläichzäiteg d’Fermeture vu Cattenom fuerdert, souwéi Synergien zwëschen dem Pensiounsfong an der lokaler Wirtschaft ze sichen.

D’Propose vun déi Lénk ass schlussendlech ugeholl ginn, sou datt et elo zu enger ëffentlecher Debatt zu deem Thema soll kommen, wou am Virfeld och Akteuren aus der Zivilgesellschaft solle gehéiert ginn.

Propose vun déi Lénk – Politik vum FDC iwwerdenken

Parlamentarische Anfrage zur Investitionspolitik der Regierung und des ‚Fonds de Compensation‘ des luxemburgischen Pensionsfonds

Sehr geehrter Herr Präsident,

Auf Grund von Artikel 80 des Reglements der Abgeordnetenkammer möchte ich dem für den luxemburgischen öffentlichen Pensionsfonds zuständigen Minister folgende Fragen stellen.

Unter dem Motto „Divest Lëtzebuerg“ demonstrierten Klima-AktivistInnen gestern Morgen auf der Place Clairefontaine gegen öffentliche Investitionen in fossile Energien und die Atomenergie sowie für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Zu der Demonstration hatten die in der Plattform Votum Klima zusammengeschlossenen luxemburgischen Nichtregierungsorganisationen aufgerufen; Unterstützung erhielten sie zudem durch die luxemburgische Transition-Bewegung. Mit dieser Aktion machte Votum Klima darauf aufmerksam, dass der „Fonds de Compensation“ (FDC) des luxemburgischen Pensionsfonds bedeutende Summen in Unternehmen investiert, die in den Bereichen fossile Energien und Atomenergie tätig sind.

Dabei stellt Votum Klima fest, dass einer Untersuchung des Geschäftsberichts von 2013 zufolge der Fonds de Compensation – über Aktien und Obligationen – mehr als eine halbe Milliarde Euro alleine in die Erdölbranche investiert, was rund 4,4% des Gesamtvolumens des FDCs entspräche. Hinzu kämen etwa 7 Millionen Euro, die in Unternehmen der französischen Nuklearindustrie investiert würden, sowie Investitionen in Konzerne der Kohlebranche. Der FDC halte Beteiligungen an 48 der 100 größten Kohlefirmen sowie Beteiligungen an 75 der 100 größten Ölfirmen, darunter Shell, Gazprom und ExxonMobil, und fördere mit seiner Investitionspolitik Konzerne, die die Umwelt und das Klima zerstörten sowie Menschenrechte missachteten.

Die Organisationen forderten die Regierung auf, kurzfristig keine weiteren Investitionen in Fossil- und Atomenergie vorzunehmen und mittelfristig ein Umschichten des Portfolios zu Gunsten der erneuerbaren Energien in die Wege zu leiten. Sie appellierten an die Regierung, öffentliche Gelder nachhaltig zu investieren, z.B. in den lokalen Ausbau der erneuerbaren Energien.

In diesem Zusammenhang möchte ich von dem für den luxemburgischen öffentlichen Pensionsfonds zuständigen Minister wissen:

1. Kann der Minister die Feststellungen aus der Untersuchung des Geschäftsberichtes 2013 durch Votum Klima bestätigen?

2. Wenn nicht, worin unterscheiden sich die Feststellungen der Regierung von denjenigen von Votum Klima?

3. Wenn ja, teilt die Regierung die Einschätzung, dass eine solche Investitionspolitik in Konzerne, die die Umwelt und das Klima zerstören sowie Menschenrechte missachten, unzulässig ist?

4. Wie verhält es sich mit den indirekten Investitionen, die bisher im Bericht nicht erfasst werden, wie etwa der hohe Anteil an Investitionen in den Bankensektor, der seinerseits in die fossile Branche investiert? Wie hoch sind dabei die Investitionen in klimaschädliche Aktivitäten?

5. Teilt die Regierung die Forderung der genannten Organisationen nach einer Umschichtung des Portfolios des FDC zu Gunsten erneuerbarer Energien, ebenso wie die Forderung, öffentliche Gelder nachhaltig zu investieren, z.B. in den lokalen Ausbau der erneuerbaren Energien?

6. Wenn ja, wie und mit welcher Zielsetzung will die Regierung dabei vorgehen und wie sieht der Zeitplan dazu aus?

Hochachtungsvoll,

Justin Turpel,
Abgeordneter

-> Réponse

Question parlementaire concernant les investissements du Fonds de compensation auprès de « Tepco »

Monsieur le Président,

Conformément à l’article 80 du règlement de la Chambre des Députés, je vous prie de bien vouloir transmettre à Monsieur le Ministre de la Sécurité sociale la question parlementaire suivante :

En date du 31 décembre 2009, le Fonds de compensation commun au régime général de pension (FDC) – dernier rapport publié par le FDC – a détenu 36.400 actions d’une valeur de 636.335 € auprès de « Tepco », exploitant de la centrale nucléaire de Fukushima.

Je voudrais donc demander à Monsieur le Ministre de la Sécurité sociale de répondre à la   question suivante :

Monsieur le Ministre de la Sécurité sociale peut-il m’informer de façon exhaustive sur le nombre et la valeur des actions détenues par le FDC en date du 11 mars 2011, la politique d’investissement du FDC après le 11 mars en relation avec « Tepco » et le nombre et la valeur des actions de « Tepco » détenues par le FDC aujourd’hui ?

En vous remerciant d’avance, Monsieur le Président, ainsi que Monsieur le Ministre, je vous prie de bien vouloir accepter l’expression de ma très haute considération.

André Hoffmann

-> Réponse

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