COP21: Le Luxembourg et l’Union européenne doivent faire plus d’efforts.

Le weekend dernier, les derniers cycles de négociation en vue de la COP21 à Paris ont pris fin, mais la proposition de texte actuellement retenue n’est pas encore à la hauteur des exigences, et ne fournit pas de pistes de solution pour résoudre les problèmes centraux de la politique climatique.

Les deux principaux points de discorde de ces négociations restent inchangés, à savoir la répartition des charges en termes de réduction des gaz à effet de serre et le financement de la protection du climat.

Les premières évaluations scientifiques des engagements volontaires en matière de protection du climat (INDC) ont révélées que ceux-ci sont insuffisants pour limiter le réchauffement de la terre à 2° jusqu’à 2100.  Une étude récemment publiée conjointement par des associations de protection de l’environnement, des syndicats et d’autres initiatives a démontré que ce sont justement les pays en voie de développement qui sont disposés à supporter une grande partie de la charge de la protection du climat, alors que les pays développés sont loin derrière leur responsabilité historique et leurs capacités financières. Cette situation est inacceptable, et les pays développés doivent apporter une contribution beaucoup plus importante!

L’Union européenne n’a pas encore joué un rôle majeur lors des négociations et se dégage de plus en plus de sa responsabilité. De même, on n’entend plus parler de la protection du climat depuis le début la Présidence luxembourgeoise du Conseil de l’Union européenne, alors que la politique climatique a été proclamée comme étant une de leurs priorités. Le Luxembourg aurait pourtant dû prendre en charge la préparation et la coordination de la position européenne à Paris.

S’il s’avérait que cette tâche ne soit que de nature protocolaire, alors le gouvernement doit – pourvu qu’il poursuit réellement ce objectif – insister à ce que les engagements volontaires soient visiblement augmentés, et s’engager fermement pour une hausse des moyens publics pour la protection du climat en Europe et les pays du Sud.

Parlamentarische Anfrage zur Investitionspolitik der Regierung und des ‚Fonds de Compensation‘ des luxemburgischen Pensionsfonds

Sehr geehrter Herr Präsident,

Auf Grund von Artikel 80 des Reglements der Abgeordnetenkammer möchte ich dem für den luxemburgischen öffentlichen Pensionsfonds zuständigen Minister folgende Fragen stellen.

Unter dem Motto „Divest Lëtzebuerg“ demonstrierten Klima-AktivistInnen gestern Morgen auf der Place Clairefontaine gegen öffentliche Investitionen in fossile Energien und die Atomenergie sowie für den Ausbau der erneuerbaren Energien. Zu der Demonstration hatten die in der Plattform Votum Klima zusammengeschlossenen luxemburgischen Nichtregierungsorganisationen aufgerufen; Unterstützung erhielten sie zudem durch die luxemburgische Transition-Bewegung. Mit dieser Aktion machte Votum Klima darauf aufmerksam, dass der „Fonds de Compensation“ (FDC) des luxemburgischen Pensionsfonds bedeutende Summen in Unternehmen investiert, die in den Bereichen fossile Energien und Atomenergie tätig sind.

Dabei stellt Votum Klima fest, dass einer Untersuchung des Geschäftsberichts von 2013 zufolge der Fonds de Compensation – über Aktien und Obligationen – mehr als eine halbe Milliarde Euro alleine in die Erdölbranche investiert, was rund 4,4% des Gesamtvolumens des FDCs entspräche. Hinzu kämen etwa 7 Millionen Euro, die in Unternehmen der französischen Nuklearindustrie investiert würden, sowie Investitionen in Konzerne der Kohlebranche. Der FDC halte Beteiligungen an 48 der 100 größten Kohlefirmen sowie Beteiligungen an 75 der 100 größten Ölfirmen, darunter Shell, Gazprom und ExxonMobil, und fördere mit seiner Investitionspolitik Konzerne, die die Umwelt und das Klima zerstörten sowie Menschenrechte missachteten.

Die Organisationen forderten die Regierung auf, kurzfristig keine weiteren Investitionen in Fossil- und Atomenergie vorzunehmen und mittelfristig ein Umschichten des Portfolios zu Gunsten der erneuerbaren Energien in die Wege zu leiten. Sie appellierten an die Regierung, öffentliche Gelder nachhaltig zu investieren, z.B. in den lokalen Ausbau der erneuerbaren Energien.

In diesem Zusammenhang möchte ich von dem für den luxemburgischen öffentlichen Pensionsfonds zuständigen Minister wissen:

1. Kann der Minister die Feststellungen aus der Untersuchung des Geschäftsberichtes 2013 durch Votum Klima bestätigen?

2. Wenn nicht, worin unterscheiden sich die Feststellungen der Regierung von denjenigen von Votum Klima?

3. Wenn ja, teilt die Regierung die Einschätzung, dass eine solche Investitionspolitik in Konzerne, die die Umwelt und das Klima zerstören sowie Menschenrechte missachten, unzulässig ist?

4. Wie verhält es sich mit den indirekten Investitionen, die bisher im Bericht nicht erfasst werden, wie etwa der hohe Anteil an Investitionen in den Bankensektor, der seinerseits in die fossile Branche investiert? Wie hoch sind dabei die Investitionen in klimaschädliche Aktivitäten?

5. Teilt die Regierung die Forderung der genannten Organisationen nach einer Umschichtung des Portfolios des FDC zu Gunsten erneuerbarer Energien, ebenso wie die Forderung, öffentliche Gelder nachhaltig zu investieren, z.B. in den lokalen Ausbau der erneuerbaren Energien?

6. Wenn ja, wie und mit welcher Zielsetzung will die Regierung dabei vorgehen und wie sieht der Zeitplan dazu aus?

Hochachtungsvoll,

Justin Turpel,
Abgeordneter

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