Sobriété énergétique pour tous.

Toute politique de lutte contre le changement climatique repose en premier lieu sur la sobriété énergétique. Pour cette raison, en décembre 2019, déi Lénk a présenté une motion à la Chambre des Députés (annexe) invitant le gouvernement à revoir sa stratégie en matière d’assainissement énergétique des immeubles. Cette motion avait été saluée, mais elle est tombée aux oubliettes depuis. Le gouvernement continue à miser sur l’initiative et la mobilisation de capitaux privés avec un système de subventions destinées aux propriétaires (Prime House), d’avantages fiscaux et d’accords entre des banques privées et l’Etat. Une approche qui n’a pas fait ces preuves.

Pour déi Lénk la sobriété énergétique n’est pas un privilège mais devra constituer un droit pour tous. déi Lénk veut mettre en place une stratégie de rénovation pilotée et largement financée par l’Etat qui vise l’assainissement de 6000 logements par an. Nous voulons créer un pôle de financement public pour rendre la sobriété énergétique accessible à tous. D’autant plus que ce sont souvent les ménages à revenu modeste qui occupent des logements vétustes au anciens. Ce pôle de financement se substituera au crédit privé attribué à des ménages individuels.

Pour connaître les besoins d’assainissement énergétique dans les communes, il faudra impliquer tous les acteurs communaux qui connaissent la situation sur le terrain. Un Service public de l’Habitat devra voir le jour pour coordonner les activités locales et assurer le lien entre les différents acteurs sur le terrain, les ménages et le Pôle de financement.

Malgré une timide reprise des activités depuis la fin du confinement, les ménages restent réticients. Notre système, fondé sur l’initiative publique,  permet de contrecarrer ces réticences et ainsi de garantir du travail aux artisans et de créer des emplois dans un secteur essentiel de la transformation écologique.

Communiqué par déi Lénk


Das Recht auf Energieeinsparungen für alle!

Jede Politik zur Bekämpfung des Klimawandels basiert in erster Linie auf einem sparsamen Energieverbrauch. Aus diesem Grund legten Déi Lénk im Dezember 2019 der Abgeordnetenkammer (Anhang) einen Antrag vor, in dem die Regierung aufgefordert wird, ihre Strategie für die energetische Sanierung von Gebäuden zu überprüfen. Dieser Antrag wurde begrüßt, ist aber seitdem in Vergessenheit geraten. Die Regierung setzt weiterhin auf private Initiativen und privates Kapital mit einem System von Subventionen für Hausbesitzer (Prime House), Steuererleichterungen und Vereinbarungen zwischen Privatbanken und dem Staat. Ein Ansatz der erfolglos blieb.

Für dei Lénk sind Energieeinsparungen kein Privileg, sondern ein Recht für alle. déi Lénk möchten eine Renovierungsstrategie einführen, die vom Staat gesteuert und weitgehend finanziert wird und die darauf abzielt 6.000 Häuser pro Jahr zu renovieren. Über ein öffentliches Finanzierungssystem wollen wir allen Haushalten Zugang geben zu einer energetischen Renovation und den daraus resultierenden Kosteneinsparungen. Zumal es häufig Haushalte mit niedrigem Einkommen sind, die alte und schlecht isolierte Wohnungen bewohnen. Unser Finanzierungssystem soll die privaten Kredite ersetzen, die sich viele Haushalte nicht leisten können oder wollen.

Um den Energiebedarf der Haushalte zu ermitteln, müssen alle kommunalen Akteure einbezogen werden, die die Situation vor Ort kennen. Es sollte ein öffentlicher Wohnungsdienst eingerichtet werden, um die lokalen Aktivitäten zu koordinieren und die Verbindungen zwischen den verschiedenen Akteuren vor Ort, den Haushalten und dem Finanzierungszentrum sicherzustellen.

Trotz einer zaghaften Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Aktivitäten seit dem Ende des Lockdowns bleiben die Haushalte zurückhaltend. Unser auf öffentlicher Initiative basierendes System ermöglicht es, dieser Zurückhaltung entgegenzuwirken und so die Arbeit der Handwerker zu garantieren und Arbeitsplätze in einem für die ökologische Transformation wesentlichen Bereich zu schaffen.

Mitgeteilt von déi Lénk

Sozial wirtschaften gegen den Klimawandel

Zu Gast am Land

Die Zeiten, zu denen der Umweltschutz als politisches Randthema belächelt wurde, sind längst vorbei. Heute sind sich – endlich – die meisten einig, dass der Klimawandel nicht mehr ignoriert werden kann.

déi Lénk sind allerdings die einzige politische Bewegung in Luxemburg, die den Klimawandel als soziale Frage identifiziert. Es ist offensichtlich, dass, wenn auch der Klimawandel selbstverständlich alle Menschen betrifft, die Folgen nicht für alle gleich schwerwiegend sind. Weltweit sind ärmere Länder und Gesellschaftsschichten immer stärker von Naturkatastrophen und Klimaänderungen betroffen. Sie sind es, die unter Wassermangel oder Überschwemmungen leiden, während andere die finanziellen Mittel haben, um sich teilweise davor zu schützen. Auch in Luxemburg sind es oft Geringverdiener, die direkt an vielbefahrenen Straßen wohnen und daher unter der schlechten Luftqualität leiden müssen.

Gleichzeitig sind es die Reichsten, die den Klimawandel am stärksten vorantreiben. Luxemburg und Katar, zwei der weltweit reichsten Länder, besitzen gleichzeitig den größten ökologischen Fußabdruck. Auch innerhalb der Länder sind es wiederum die Wohlhabenderen, die es sich beispielsweise leisten können, mehrmals jährlich per Flugzeug zu verreisen.

Es ist demnach offensichtlich, dass die soziale und die ökologische Frage nur zusammen gelöst werden können und sich nicht gegenseitig ausschließen, wie dies öfter dargestellt wird. Ganz im Gegenteil, Maßnahmen zum Umwelt- oder Klimaschutz können nur dann erfolgreich sein, wenn sie die soziale Realität der Menschen erfassen und verbessern. In diesem Kontext hat der Weltklimarat in seinem jüngsten Bericht darauf hingewiesen, dass die im Pariser Abkommen festgehaltenen Ziele nur erreicht werden können, falls eine Umverteilung des Reichtums erfolgt und so die sozialen Ungleichheiten verringert werden.

Zudem muss die herrschende neoliberale Politik in Frage gestellt werden. Wenn wir den Klimawandel aufhalten, oder zumindest verlangsamen wollen, müssen wir aus der Wachstumslogik ausbrechen, die heute oft als alternativlos dargestellt wird. Es ist offensichtlich, dass endliche Ressourcen kein unendliches Wirtschaftswachstum erlauben. Der technische Fortschritt kann diese Tatsache nicht ändern.

Wir benötigen daher ein nachhaltiges Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell. Dazu gehören hohe Investitionen in öffentliche Dienste und Infrastruktur, sozial gestaffelte Anreize zu ökologischerem Handeln und das schrittweise Verbot umweltschädlicher Produktionsprozesse. Die langjährige Forderung von déi Lénk eines gestaffelten Wasserpreises wurde zum Beispiel in dieser Logik erarbeitet. Und auch der Ausstieg aus dem Spritexport muss sozial tragbar sein und dem Konsumenten erlauben, sich anzupassen. Gleichzeitig muss massiv in den öffentlichen Transport investiert werden, um so eine komfortable, flexible und verlässliche Alternative zum Auto zu schaffen.

Das nötige Umdenken hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft hätte weitere Vorteile. Eine andere Arbeitsteilung, beispielsweise, könnte gleichzeitig mehr Zeitwohlstand für alle garantieren.

Die wichtigste Voraussetzung für eine solche ökologische und soziale Transition ist allerdings, dass sie von einem möglichst großen Teil der Bevölkerung unterstützt wird. Dazu braucht es eine breite Bürgerbeteiligung, die den Rahmen dieser sozialökologischen Transition schafft.

Carole Thoma, Sprecherin von déi Lénk

 

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